Suche nach Gastronom läuft weiter

Finale Abrissarbeiten auf Areal des Innenstadtprojekts

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Bürgermeister im Bagger: Martin Burlon (mit Bauleiter Peter Willwacher) lässt es sich nicht nehmen, das letzte Gebäude auf der Baustelle zur Neuen Mitte persönlich mit dem Bagger anzuknabbern.

Das erlebt Bürgermeister Martin Burlon auch nicht alle Tage: Aus dem Führerhaus des großen Baggers bedient er nach Anweisung von Bauleiter Peter Willwacher die großen Greifer, die die massiven Betonwände des ehemaligen Tedi-Marktes krachend einstürzen lassen.

Dreieich – Nachbarn und Interessierte, künftige Mieter und zufällig vorbeilaufende Passanten werden Zeuge, wie das letzte Gebäude auf dem großen Areal der Neuen Mitte einstürzt. „Das ist der letzte Meilenstein der Abrissphase“, sagt Bauherr Mohamed Younis, Geschäftsführer und Investor von Schoofs Immobilien zufrieden, „diese Arbeiten machen den Weg frei, für die Entstehung der Neuen Mitte. “.

Younis betont, dass er um die Verantwortung wisse, die er als Projektentwickler habe. „Wir werden hier sehr rücksichtsvoll und mit hoher Qualität das Gesicht dieses wichtigen Punktes in der Stadt verändern“, kündigt er an. Obwohl die Entwicklung der Fläche so schwierig und von vielen Hindernissen geprägt war, hatte der Unternehmer viele Anfragen, das Grundstück an reine Wohnungsbauinvestoren zu verkaufen. Das war nie sein Ziel: „Wir wollen etwas für den Stadtteil tun, die Nahversorgung verbessern und sind jetzt glücklich, dass hier Mietwohnungen, zum Teil barrierefrei, und nicht nur teure Eigentumswohnungen entstehen“, erklärt er.

Dreieich: „Ankermieter“ sind schon bekannt

Bis zum Frühjahr 2021 sollen die 54 Wohnungen und Handelsflächen bezugsfertig sein. Die sogenannten „Ankermieter“ sind schon bekannt: Die Sparkasse zieht auf das Areal, eine Rossmann-Drogerie und Peter Kossytorz mit seinem Bio-Supermarkt. „Wir haben inzwischen einen Mietvertrag mit einer Zahnärztin geschlossen und sind in Verhandlungen mit zwei bis drei weiteren Ärzten. Außerdem wird es eine Gastronomieeinheit geben“, kündigt Younis an. Für diese Fläche gebe es ausreichend Bewerber, aber in dieser Vermietung agiere Younis eher zurückhaltend: „Wir brauchen jemanden, der hierher passt und diesen jetzt entstehenden Quartierplatz als seinen Spielplatz sieht“, hofft er auf einen engagierten Gastronom, die mithelfen möchten, die Neue Mitte mit Leben zu füllen.

Bürgermeister Martin Burlon darf nicht nur den Bagger bedienen, er bedankt sich auch bei Younis, der „wirklich einen langen Atem bewiesen“ habe. „Das Projekt wird die Sprendlinger Innenstadt deutlich aufwerten“, erläutert der Rathauschef. Noch viel wichtiger als die optische Aufwertung sei dabei das breite Versorgungsangebot, dass die Lebensqualität – besonders der Bürger im südlichen Sprendlingen – spürbar verbessere.

Dreieich: Gute Nachrichten für Dreieichhörnchen

Dieser letzte „Baggerbiss“ war erst möglich, nachdem sich Mohammed Younis mit Tedi geeinigt hatte. Der Laden, in dem jetzt abgerissenen Gebäude, hatte erst Ende Oktober geschlossen. Die darin ebenfalls untergebrachte Pizzeria habe bereits in der Offenbacher Straße wieder eröffnet. Gute Nachrichten hatte der Investor auch für die Dreieichhörnchen: Mit dem bevorstehenden Baustart des großen Projekts in der Sprendlinger Innenstadt möchte sich Younis auch sozial in der Stadt einbringen: Jens Bienias, Vorsitzender der Dreieicher Kinder- und Jugendfarm, nahm einen Spendenscheck für einen Container für die Farm entgegen. Das Geschenk können die Dreieichhörnchen sehr gut gebrauchen: So können sich die Mitarbeiter ein Büro einrichten und der Platz sei auch für Workshops bei schlechtem Wetter mit den Kindern gut nutzbar.

VON NICOLE JOST

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