Unterkunft für Mitarbeiter

Firma baut Hotel für Mitarbeiter

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Ein Hotel mit 58 Zimmern baut die Firma Bratengeier in der Rostädter Straße in Dreieich. Bis Ende des Jahres soll es fertig sein.

Die ersten Gäste sollen noch in diesem Jahr in dem 58-Zimmer-Haus in Dreieich-Sprendlingen nächtigen.

  • In Dreieich-Sprendlingen wird ein Hotel gebaut
  • ln der Nähe des Wertstoffhofs entstehen knapp 60 Zimmer
  • Das Hotel in Dreieich ist nicht für Touristen gedacht

Dreieich – Es ist ein ganz ordentlicher Klotz, der da in der Rostädter Straße in Sprendlingen gebaut wird. Und von den Nachbarn mal abgesehen, fragt sich so mancher, was es damit wohl auf sich hat. Des Rätsels Lösung: Es ist ein Hotel, das da nur einen Steinwurf vom Wertstoffhof entfernt entsteht.

In erster Linie ist der Beherbergungsbetrieb nicht für Touristen gedacht, die sich Dreieichenhains schöne Altstadt anschauen oder einen Abstecher nach Frankfurt unternehmen möchten. Vielmehr sollen dort primär Mitarbeiter von Firmen nächtigen – in einem ansprechenden Ambiente ohne Wohnheimcharakter, dafür mit einem Hauch skandinavischen Looks, wie es Margit Dietz formuliert. Die kaufmännische Geschäftsführerin leitet gemeinsam mit ihrem Bruder Gerhard die Jean Bratengeier Bau GmbH mit knapp 160 Mitarbeitern und Sitz im Buchschlager Gewerbegebiet. Das Schwesterunternehmen Wichmann Arbor, spezialisiert auf Garten- und Landschaftsbau, zählt weitere 25 Angestellte.

Dreieich: Neues Hotel wird günstige Unterkunft für Mitarbeiter

Knapp 60 Zimmer wird das Hotel haben, das die Bratengeier GmbH in Eigenregie betreiben wird. Immer wieder hat die Firma Mitarbeiter, die nicht in Dreieich oder Umgebung leben und sich eine günstige, aber dennoch komfortable Unterkunft wünschen. „Die Leute arbeiten hart und haben es verdient, sich in einer angenehmen Atmosphäre erholen zu können“, sagt Dietz. Sie bekommt auch immer wieder Anfragen von anderen Unternehmen, die ein bezahlbares Quartier für ihre Monteure oder andere Handwerker suchen. Einen Teil der Zimmer, zwei davon nach Dietz‘ Worten komplett behindertengerecht und vier barrierefrei, werde man über den freien Markt anbieten.

Restaurant oder Küche gehören nicht zum Konzept. Kaffee und Kaltgetränke sind zu haben. Dietz denkt darüber nach, einen Frühstücksservice zu installieren. Die Idee: Das Frühstück wird geliefert, nachdem die Gäste sich für eine von mehreren Varianten entschieden und am Abend zuvor bestellt haben. Auch die Zimmer können nur online gebucht werden, eine dauerhaft besetzte Rezeption ist nicht vorgesehen.

Dreieich: Hotel soll zwei bis drei Millionen Euro kosten

Wohl aber ein großer Aufenthaltsraum, den Margit Dietz auch anderweitig nutzen möchte. Noch ist nichts hundertprozentig spruchreif, aber die Geschäftsführerin kann sich unter anderem öffentliche Lesungen oder Weinproben vorstellen. Zum Haus gehört auch eine große Terrasse, auf der gemeinsam mit den Nachbarn mal gegrillt werden könnte.

Das Investitionsvolumen beziffert die Firmenchefin auf eine Summe „zwischen zwei und drei Millionen Euro“. Die Arbeiten an dem Hotel sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden.

VON FRANK MAHN

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