Tanja Hoffmann in Davos

Vielleicht kommt die Kanzlerin vorbei: Künstlerin aus Dreieich beim Weltwirtschaftsgipfel

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Götzenhain goes Davos: Tanja Hoffmann präsentiert in der nächsten Woche sechs Kunstwerke beim Weltwirtschaftsgipfel in der Schweiz. 

Die Künstlerin Tanja Hoffmann aus Dreieich stellt ihre Bilder beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos aus. Diese könnten auch von Angela Merkel gesehen werden.

Dreieich – Die großformatigen Bilder sind verpackt, sicher im Auto verstaut, die Reise in die Schweiz kann losgehen: Die Dreieicher Künstlerin Tanja Hoffmann wird ihre Werke auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos zeigen. Ab Dienstag, 21. Januar, treffen sich führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Intellektuelle und Journalisten in der Schweiz, um zum 50. Mal über aktuelle globale Herausforderungen zu Aspekten der Wirtschafts-, Gesundheits- und Umweltpolitik zu diskutieren. 

Tanja Hoffmann ist auf Einladung der dfv Euro Finance Group in Davos dabei. Der deutsche Fachverlag organisiert auf dem Weltwirtschaftsgipfel unabhängige Netzwerkveranstaltungen und eröffnet das Frankfurt Euro Finance Experience Office, wo die Bilder der Götzenhainerin zu sehen sind.

Künstlerin aus Dreieich stellt beim Weltwirtschaftsgipfel aus

„Das ist für mich schon besonders aufregend, noch ein bisschen cooler als damals die Ausstellung in New York“, erzählt die Künstlerin. „Möglicherweise läuft Angela Merkel an meinen Bildern vorbei und sieht sie sich an. Das ist schon spannend“, sagt sie lachend.

Die Kunstwerke sind eigens für den Gipfel entstanden. Ihr vorgegebenes Thema war „Digital Arts“ mit einem Bezug zu Frankfurt. Hoffmann hat sich in den vergangenen Wochen mit der Bankenmetropole und ihren Vernetzungen beschäftigt. Entstanden sind sechs großformatige Kunstwerke, bis zu 1,30 Meter auf zwei Meter groß, die sich mit der Innovationskraft und Digitalisierung Frankfurts auseinandersetzen. „Für mich steht die Stadt für Vernetzung wie kaum eine andere Stadt auf der Welt“, sagt sie.

Als Grundlage hat Hoffmann Schwarz-Weiß-Fotografien von markanten Motiven gewählt, die der Betrachter schnell in Verbindung bringen kann. Da sind zum Beispiel ein A 320, der auf einer Piste des Flughafens rollt, die beeindruckende Skyline, das Eurozeichen der Europäischen Zentralbank und – natürlich – ein Bembel. Diese Wahrzeichen hat die Künstlerin mit bunten Acrylfäden vernetzt. „Wegen der Größe der Bilder war es gar nicht so einfach, die Farbe gerade über die Fläche zu ziehen“, berichtet sie von der Arbeit in ihrem Götzenhainer Atelier. 

Dreieich: Künstlerin Tanja Hoffmann beim Weltwirtschaftsgipfel – Motive aus Frankfurt

Die Skyline hat die bunten Netze der Frankfurter U-Bahn-Farben bekommen, das Eurozeichen ist im Reichtum von Gold und Silber gehalten und den Bembel hat Hoffmann in Form des Gerippten vernetzt. Eine Fotografie zeigt leicht verschwommen Menschen in Eile, mit Handys in den Händen, wie sie täglich in den Großstädten zu erleben sind. Dieses Bild hat als einziges runde und ganz bunte Vernetzungen bekommen. „Ich habe es digitale Poesie genannt, es steht für die Menschen, die in Frankfurt leben.“

An dem Thema und der Technik will Hoffmann weiterarbeiten. Vielleicht in kleineren Formaten und auch mit anderen Motiven. Aber jetzt steht erst einmal die Reise nach Davos an.

Von Nicole Jost

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