111 Millionen Euro

Haushalt einstimmig beschlossen

Dreieich - Obwohl der Haushaltsplan für 2019 allen Fraktionen mehr oder weniger große Bauchschmerzen verursacht, verabreichen die Stadtverordneten Bürgermeister und Kämmerer Dieter Zimmer (SPD) am Dienstagabend keine bittere Pille.

Das Zahlenwerk mit einem Volumen von 111 Millionen Euro wird einstimmig – bei Enthaltung der BfD – verabschiedet.  Auf einige fette folgen nun vermutlich mehrere magere Jahre. Der Einbruch bei der Gewerbesteuer hat die Stadt schwer getroffen. Hinzu kommen hohe Kosten im Kitabereich. Schon der Etat 2019 kann nur durch einen Griff in die Rücklage ausgeglichen werden – 1,9 Millionen Euro müssen vom Sparbuch abgehoben werden. Bei der Gewerbesteuer geht Zimmer von einem Aufwärtstrend aus, rechnet mit 27,6 Millionen Euro. Die Grundsteuer bringt 10,6, die Einkommensteuer zirka 30,5 Millionen Euro.

Von 4,7 auf 3,6 Millionen hat Zimmer die Kreditaufnahme zurückgefahren, auch weil die Fraktionen Kürzungen beschlossen haben. Zum Beispiel beim Stadtumbau in Offenthal. Für die Ortsdurchfahrt stehen noch knapp 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Dickster Brocken ist die Sanierung und Umgestaltung der August-Bebel-Straße, für die 2,5 Millionen Euro verplant sind. Steuern werden 2019 nicht erhöht. Die mittelfristige Finanzplanung sieht aber für 2020 einen Anstieg der Grundsteuer um 100 Punkte vor, wenn sich die Lage nicht verbessert und/oder eisern gespart wird. 2021 könnten noch mal 50 Punkte drauf gepackt werden. In Summe würde das drei Millionen per anno bringen. (fm)

Bilder: So verfallen ist die Villa Schott

Rubriklistenbild: © dpa

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