Neubau des Clubhauses auf der Agenda

Herausforderungen meistern: Christoph Knittel will SVD-Vorsitzender werden

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Seit 2004 ist Christoph Knittel im SVD und seit 2008 im Vorstand. Bei der Delegiertenversammlung am 27. März will er für den Vorsitz kandidieren.

„Der SVD gefällt mir sehr. Er ist ein familiärer Verein. Man kann Dinge bewegen und Ideen umsetzen. “ Das hat Christoph Knittel bei der Entscheidung geholfen, bei der Delegiertenversammlung am 27. März als erster Vorsitzender zu kandidieren.

Dreieich – Mit einem Team möchte der 43-Jährige dabei helfen, ein neues Kapitel in der Geschichte des Vereins zu schreiben. Zu den Hauptaufgaben zählt unter anderem die Frage nach einem Neubau des in die Jahre gekommenen Clubhauses.

Seit 2008 ist Knittel im Hauptvorstand, dort zuständig für den Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit und bereits seit 2004 stellvertretender Abteilungsleiter der Basketballer. Mit ihm gibt es zum ersten Male seit langer Zeit wieder einen Kandidaten für den ersten Vorsitzenden. Bislang haben sich die Vorstandsmitglieder die Aufgaben aufgeteilt. „Ein Stück weit war aber Hartmut Leyer stiller Vorsitzender“, erzählt Knittel und verweist auf dessen umfangreichen Verantwortungsbereich. Doch nun will dieser sich zurückziehen.

Da stellte sich die Frage, wie es weitergeht. In vielen Gesprächen – auch mit seiner Familie – sei in ihm der Entschluss zur Kandidatur gereift. „Doch das geht nur mit einem Team“, betont der 43-Jährige, der als Abteilungsleiter bei Baustoff Gerhardt arbeitet. Da wurde er in seiner Familie fündig. So tritt er zusammen mit seinem Bruder Andreas Oliver und seinem Neffen Niklas an. Hinzu kommt Andreas Eufinger, der Spieler der ersten Basketballherren ist.

„Mir liegt einerseits daran, die lange Tradition zu pflegen, andererseits den SVD auch zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen“, beschreibt Knittel seine Motivation. Seine Vorstellungen hat er einem Papier mit dem Titel „Neue Wege 2020 – ein Leitfaden für die Zukunft“ skizziert. Die aktuellen und ehemaligen Vorstände und Abteilungsleitungen hätten den SVD in hervorragender Weise geführt und weiterentwickelt. „Der Verein muss nun jedoch an die Gegebenheiten der Gegenwart angepasst werden, um auch die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können“, betont er.

Neben der sehr guten und bewährten Jugendarbeit, die eine wichtige Basis bilde, müssten angesichts des demografischen Wandels auch verstärkt Angebote für die Generation 50plus und für Senioren erarbeitet werden. Zudem gebe es im Behindertenbereich kaum Aktivitäten. Dafür müssten aber die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Das jetzige Clubhaus sei nicht geeignet und darüber hinaus in keinem guten Zustand. „Eine Tatsache, die für den SVD immer mehr zum Wettbewerbsnachteil wird“, so Knittel. Deshalb gehe es darum, verschiedene Optionen und die Finanzierbarkeit eines Neubaus zu prüfen. Zugleich sollte der neue Vorstand die Machbarkeit einer Zwei- oder Drei-Felder Sporthalle untersuchen lassen. Ein eventueller Neubau biete auch die Möglichkeit zusätzlicher Angebote. Der Kandidat nennt da als Beispiele ein auf sportliche Inhalte ausgerichtetes Fitnessstudio oder einen Sportkindergarten.

Ein weiteres Thema ist für ihn die Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen. Positive Beispiele mit den Kollegen des TVD, der SG Götzenhain, des HSV Götzenhain, der SKG, der Sprendlinger Turngemeinde und der Hainer Schützen gebe es bereits. Potenzial gebe es beispielsweise beim Tennis und beim Fußball (zum Beispiel mit dem TVD). Auch die Zusammenarbeit auf Vorstandsebene und bei Veranstaltungen stünden auf der Agenda. „Das sollte ganz ohne Emotionen ins Auge gefasst werden“, sagt der 43-Jährige.

Knittel regt auch eine Teilprofessionalisierung der Vorstandsstrukturen an. „Das Ehrenamt bleibt natürlich das Rückgrat des Vereins.“ Doch das werde in Zukunft nicht mehr ausreichen, um einen Verein mit bis zu 1600 Mitgliedern zu leiten. Daher werde es notwendig sein, wichtige Positionen wie die Finanzen oder Liegenschaften angesichts des hohen Aufwands mit einer angemessenen finanziellen Vergütung auszustatten. Zudem sei eine zum Teil wirtschaftlich orientierte Ausrichtung erforderlich. Der Verein werde zukünftig neben Beiträgen, Zuschüssen und Spenden auf weitere Einnahmequellen angewiesen sein. Mehr Gewicht sollten in Zukunft auch die Neuen Medien bekommen. Knittel schlägt da die Schaffung eines „Vorstands Medien“ vor, der sich um den „digitalen Abdruck“ des SVD kümmern soll.

Festhalten will er an der hohen Eigenverantwortung der Abteilungen. „Das hat sich als sehr positiv herausgestellt.“ Und dabei soll es bleiben.

VON HOLGER KLEMM

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