Arbeiten im Neubaugebiet Heckenborn bald abgeschlossen

In Dreieich entsteht ein Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür

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Mitten im Neubaugebiet Heckenborn entsteht ein kleines Naherholungsgebiet mit einer großen Spiel- und Aufenthaltsfläche. Entlang des 700 Meter langen Weges werden an die 90 Bäume gepflanzt, zudem entsteht eine bienenfreundliche Blühwiese.

Allmählich neigen sich die Arbeiten im Neubaugebiet Heckenborn dem Ende entgegen. Nachdem Mitte Januar endlich die Kita in Betrieb genommen wurde, ist nun die Grünzunge an der Reihe, deren Fertigstellung die vielen Familien mit Kindern sehnsüchtig erwarten.

Dreieich –  Inmitten der Häuser entsteht in den nächsten Monaten ein Naherholungsgebiet mit verschiedenen Spielmöglichkeiten und reichlich Grün.

Fast alle Häuser im Quartier sind bezogen, jetzt wird die Infrastruktur komplettiert. Gestaltung und Ausstattung der 8000 Quadratmeter großen Grün- und Freizeitfläche hat die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH, sie hat den Heckenborn erschlossen, in Auftrag gegeben. „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut, die Planungen sind in enger Absprache mit uns entstanden“, sagt Sylvio Jäckel vom Dienstleistungsbetrieb der Städte Dreieich und Neu-Isenburg.

Rad- und Fußweg bekommt Edelsplitt

Ein geschwungener Rad- und Fußweg verläuft künftig auf einer Länge von 700 Metern durch das Gebiet. Der Weg ist asphaltiert, wird aber mit einem Edelsplitt versehen, sodass er wie ein Schotterweg aussieht. In Richtung der Häuser pflanzt die Garten- und Landschaftsbaufirma Fichter Hecken als Sichtschutz für die Nachbarn. Der Weg bekommt Alleencharakter, ihn säumen einheimische Bäume wie Hainbuche, Linde, Feld- und Spitzahorn. „Wir haben im Neubaugebiet selbst ja auch schon Bäume gepflanzt – da haben wir sehr hitzebeständige Sorten ausgesucht. Die Bedingungen in der Grünzunge sind für Bäume aber deutlich besser, sodass wir einheimische Sorten auswählen konnten“, erläutert Jäckel.

Der Weg führt an einer naturnahen und bienenfreundlichen Blühwiese und an einer großen Spiel- und Aufenthaltsfläche vorbei. Das Landschaftsarchitekturbüro Eurich aus Baden-Württemberg hatte den Auftrag, bei der Planung die Bedürfnisse von Jung und Alt zu berücksichtigen. Ein großer, heller Platz mit einigen Bänken ist beispielsweise zum Boulespielen gedacht. Die kleinen Heckenborn-Bewohner können sich auf drei Spielflächen austoben. Ein Kletterpark, eine Hängematte und ein Balancierparcours werden in den kommenden Wochen aufgebaut.

Aufenthaltsqualität wird überzeugen

„Für die Spielgeräte wurde ein sehr kreativer Hersteller ausgewählt, der für tolle Qualität steht. Das ist so ziemlich das Beste, was es derzeit auf dem Markt gibt“, ist Sylvio Jäckel zufrieden. Er ist überzeugt, dass der Grünzug ein Ort mit großer Aufenthaltsqualität wird.

Planung und Umsetzung kosten eine hübsche Stange Geld. Die Investition beläuft sich auf annähernd eine Million Euro. An der Stadt geht das vorüber: Die Rechnung zahlt die LBBW.

Brunnen für Neu-Dreieicher

Um den vielen Neu-Dreieichern auch ein bisschen Sprendlinger Geschichte nahezubringen, haben sich die Freunde Sprendlingens für die Errichtung eines Brunnens stark gemacht. „Wir wollen eine Möglichkeit schaffen, dass sich die Neubürger mit dem Heckenborn identifizieren können“, sagt Wilhelm Ott, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde.

Die namensgebende Quelle hatten Ott und sein Vereinskollege Erhard Haller nach mühsamer Suche am Ende des Gänsgrabens gefunden – nur wenige hundert Meter vom Neubaugebiet entfernt. Die ursprüngliche Idee, genau dort wieder einen öffentlich zugänglichen Brunnen zu installieren, scheiterte am Veto von Natur- und Wasserschutzbehörden. Jetzt bekommt der Brunnen seinen Platz am östlichen Ende des neuen Wegs, wo ein kleiner Platz mit Bank, Infotafel und einem historischen Grenzstein zum Verweilen einlädt.

Erst vor ein paar Tagen haben die Freunde Sprendlingens im Odenwald einen alten Sandsteintrog erworben. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Brunnens ist ein Kanzelstein, der Mitte der achtziger Jahre in der Erasmus-Alberus-Kirche weichen musste. Ott und seine Mitstreiter gehen davon aus, dass der Brunnen im Sommer eingeweiht wird.

Von Nicole Jost und Frank Mahn

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