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Dieses Schild auf der A5 freut die Dreieichenhainer

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So sieht die touristische Hinweistafel aus, die an der A5 auf die Sehenswürdigkeiten von Dreieichenhain aufmerksam macht. Erst der vierte Entwurf fand die Zustimmung von Hessen Mobil.

An vielen Autobahnabschnitten in der Republik weisen touristische Hinweistafeln auf schöne Städte und Landschaften hin, die es abseits der Strecke zu entdecken gilt. Zu dem illustren Kreis gehört nun auch Dreieichenhain.

Dreieich – Eine entsprechende Tafel zu Burg und Altstadt steht seit wenigen Tagen an der A 5 aus Richtung Darmstadt kommend kurz vor der Abfahrt Langen. Damit findet eine lange Geschichte ihren Abschluss. „Das Warten hat sich gelohnt“, freut sich Heimatforscher Gernot Schmidt, von dem die Initiative ausging.

Bereits 2002 brachte er den Vorschlag bei einer Sitzung der AG der Hainer Vereine ein – im Vorfeld des 2006 anstehenden Jubiläums „750 Jahre Stadtrechte Dreieichenhain“. Doch es sollte deutlich länger dauern – trotz der Unterstützung von Stadt und Dreieicher Vertretern im Landtag und der Landesregierung. Denn das hessische Verkehrsministerium genehmigte damals nur einen Standort an der A661. Das war aus Sicht der Antragsteller nicht erstrebenswert, da die Autobahn zwischen Bad Homburg und Darmstadt vor allem regional genutzt werde und damit der Nutzen für den Tourismus in Stadt und Region gering sei. Die Initiatoren wollten einen prominenteren Platz an der Autobahnstrecke, die von Italien nach Dänemark führt – und damit an der A 5, wie Ingo Holzmann von der AG der Vereine betont.

Antrag an Hessen Mobil

Nach langem Stillstand starteten Schmidt und Holzmann Anfang 2016 zusammen mit Torsten Gröb (städtische Wirtschaftsförderung) einen neuen Anlauf und stellten einen Antrag an Hessen Mobil, der schließlich genehmigungsfähig war. Darüber freuten sich die Initiatoren, am Ziel waren sie noch nicht. Im nächsten Schritt galt es, die Hinweistafel zu den überregional interessanten touristischen Highlights entsprechend zu gestalten, was gar nicht so einfach war. Erste Entwürfe, die in Zusammenarbeit mit einem Mediengestalter entstanden, fanden nicht die Zustimmung von Hessen Mobil. Entweder seien sie zu kleinteilig oder mit zu viel Weiß gestaltet, monierte die Verkehrsbehörde. Erst der vierte Entwurf wurde genehmigt, nachdem sich die Stadt mit eingebracht hatte. Hessen Mobil genehmigte die Aufstellung – allerdings nur in nördlicher Fahrtrichtung. Auf der anderen Seite der Autobahn befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an den Motorrad- und Autorennfahrer Bernd Rosemeyer, der 1938 bei Mörfelden-Walldorf tödlich verunglückt ist. Die Genehmigung für die Tafel wurde bereits 2016 erteilt, die Umsetzung aber wegen des E-Highway-Ausbaus (Oberleitungen für Laster) bis jetzt zurückgestellt.

Bilder: So verfallen ist die Villa Schott

In der vergangenen Woche erfuhr Gröb dann per Zufall, dass die Hinweistafel ihren Platz gefunden hat. „Früher gab es einmal offizielle Einweihungen“, meint er. Doch die Stadt und die Hainer Vertreter sind froh, dass es überhaupt geklappt hat.

Die Kosten von 7500 Euro (plus die Entwürfe) teilen sich die Stadt und die AG, die sich über eine nennenswerte Spende von Gernot Schmidt freuen kann. „Ich hatte ja schließlich die Idee. Und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“

Von Holger Klemm

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