Verantwortung hat viele Facetten

Dreieichs Nachwuchs beweist beim Schulförderpreis Kreativität / 1850 Euro auf fünf Schulen verteilt

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Gemeinsam gestaltete Müll-Kunstwerke oder ein Musical zum Thema Verantwortung: Das sind nur einige der kreativen Projekte, die beim diesjährigen Schulförderpreis gepunktet haben. Bei der Preisverleihung hatten die Vertreter der fünf Schulen allen Grund zur Freude. Die Stiftung der Sparkasse schüttete insgesamt 1850 Euro aus.

Kinder und Jugendliche von fünf Dreieicher Schulen haben beim 18. Schulförderpreis der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 ihre Kreativität unter Beweis gestellt. Insgesamt wurden 1850 Euro ausgeschüttet.

Dreieich – „Verantwortung“ lautete das Thema, dem sich die Schüler auf ganz unterschiedliche Art näherten.

In der Dreieicher Geschäftsstelle der Sparkasse wurden nun die Preise verliehen. Maßgebliche Schwerpunkte für die Bewertung durch die Jury waren die Integration des Themas in den Unterricht, die aktive Beteiligung der Schüler an der Verwirklichung der Projekte und die Kontinuität der Arbeit.

Alle Kinder der Karl-Nahrgang-Schule begrüßten die Jury mit dem Müll-Lied und präsentierten kunstvolle Arbeiten aus selbst gesammeltem Müll. Der Nachwuchs hatte echte Kunstwerke geschaffen wie einen Pinguin, eine Giraffe oder „Häuschen“ und „Gitarren“ aus Milchkartons. Zudem haben die Kinder der Schule 8 000 Schraubverschlüsse gesammelt und ermöglichen damit 16 Kindern ein Leben ohne Kinder- lähmung. Dafür vergab die Jury 250 Euro.

Noch 50 Euro mehr bekam der Kunstfachbereich der Heinrich-Heine-Schule, wo die Schüler sich im Kunstunterricht „sehr vielschichtig“ mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Dort ging es um die Verantwortung des Menschen für die Umwelt, den persönlichen Verantwortungsbereich, Tierschutz bis hin zu virtuellen und realen Freundschaften. Es wurden verschiedene Arbeitstechniken angewendet und es entstanden sehr hochwertige Werke.

Die Klasse 6a der Richarda-Huch-Schule hatte sich wissenschaftlich an die Arbeit gemacht; die Nachhaltigkeitsziele „Gesundheit und Wohlergehen“, „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz“ wurden in die Unterrichtseinheit Ernährung eingebunden. Die Schüler bauten mehrere Stationen auf, an denen sich die Jury zu Themen wie beispielsweise „Alte Apfelsorten“, „Proteingehalt in Lebensmitteln“, „Samenbomben“ oder „Wasserverbrauch bei der Produktion von Lebensmitteln und Kleidung“ informieren konnte. Der Lohn: 350 Euro.

Mit 450 Euro würdigte die Jury den Beitrag der Ludwig-Erk-Schule: Die Jahrgangsstufe 3 führte ein Musical für den Frieden („Songs for peace“) auf. Die Juroren bezeichneten die schauspielerische Leistung als „herausragend“ und die Darbietungen der verschiedenen Songs als sehr ergreifend. „Man konnte fühlen, wie ernst es den Kindern mit dem Thema Verantwortung für den Frieden war und dass sie sich ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt hatten“, sagt Renate Borgwald, ehrenamtliche Stadträtin und Jurymitglied.

Die Wingertschule aus Offenthal hat das Thema „Verantwortung“ als Grundgedanke für alle Aktionen des gesamten Schuljahrs gewählt. Der Jury wurden nur die Highlights gezeigt – „und auch das war enorm“. Die Schüler behandelten Bereiche wie „Für wen oder was habe ich die Verantwortung?“, „Müll“, „Papierverbrauch und selber Papier machen“ oder „Miteinander“. Unter anderem haben die Wingertschüler 58 000 Schraubdeckel gesammelt, sodass 116 Kindern eine Polio-Impfung bezahlt werden kann. Für dieses Engagement wurden die Preisträger mit 500 Euro belohnt.

Das Thema für nächstes Jahr – es ist dann bereits die 19. Ausgabe – steht schon fest: Dann drehen sich alle Projekte um „Familie“.  

hov

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