Kunstrasen auf der Sportanlage des TV Dreieichenhain eingeweiht

Neues Grün für Fußballer

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Auf dem neuen Kunstrasen rollt die Kugel wie auf einem Teppich. Nachwuchsteams des JFV 2014 probierten’s am Dienstagabend gleich aus.

Auf diesen Tag haben die Fußballer aus Dreieichenhain und Götzenhain lange gewartet. Auf der Anlage des Turnvereins an der Breiten Haagwegschneise ist ein Hart- durch einen Kunstrasenplatz ersetzt worden. On top gibt’s eine neue energiesparende LED-Flutlichtanlage.

Dreieich – Bei der Einweihung am Dienstagabend strahlen nicht nur die Leuchten. Vereinsvertreter und Lokalpolitiker sind froh, ein kompliziertes Kapitel Dreieicher Sportgeschichte erfolgreich zum Abschluss gebracht zu haben.

Etwas mehr als 900.000 Euro hat die Stadt in das Gesamtprojekt investiert, das eine Art „Waffengleichheit“ unter den Fußballvereinen schafft. Denn in Sprendlingen und Offenthal können die Kicker schon seit Jahren auf Kunstrasen ihrem Hobby nachgehen; gerade im Winter ein unschätzbarer Vorteil. „Mit dieser nachhaltigen Investition wird die größte und zentralste Sportanlage in Dreieich aufgewertet und das Nutzungspotenzial erweitert“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. Finanzielle Unterstützung kam vom Land, das 50.000 Euro bewilligte, und vom Bund, der 13.500 Euro zur Umrüstung der Flutlichtanlage beisteuerte. Im Zuge des Umbaus wurden Ballfangzäune, Sportplatzgeländer, Ersatzspielerbänke und Sitzbänke erneuert, zudem mobile Fußballtore mit integrierten Gewichten angeschafft.

Kickte in der Jugend für den FV 06: Bürgermeister Martin Burlon beim symbolischen Anstoß mit Nachwuchsspielern des JFV 2014 Dreieichenhain-Götzenhain.

Der dritte städtische Kunstrasen steht – wie die beiden anderen – grundsätzlich allen Vereinen zur Verfügung, betont Burlon. Hauptnutzer sind die Fußballer von TVD, SVD, SGG und des Jugendfördervereins 2014 Dreieichenhain-Götzenhain. Sie freuen sich über ganzjährig bessere Trainings- und Spielbedingungen.

SV besiegt TV im Dreieichenhainer Derby: Bilder

Bis dieser Wunsch der Vereine in Erfüllung ging, war es ein langer Weg. Burlon erinnert an den äußerst zähen Konsolidierungsprozess im Bereich der Sportanlagen, über den in der Sportplatzkommission heftig gerungen wurde. Über allem schwebte ein Beschluss der Stadtverordneten, in diesem Bereich jährlich 300.000 Euro bei Personal- und Sachleistungen zu sparen und damit eine Vorgabe aus dem Kienbaum-Gutachten zu erfüllen. Weil das nicht zu machen war, bat die Stadt die Fußballer über die ungeliebten Sportplatznutzungsgebühren zur Kasse. Die sind wieder Geschichte, auch weil eine aus den genannten Vereinen gegründete und inzwischen aufgelöste IG Sportplatz dagegen mobil und andere Einsparvorschläge machte. Dass die verfahrene Situation schließlich aufgelöst werden konnte, ist mit ein Verdienst von SVD, FC Offenthal und FV 06 Sprendlingen. Sie entlasten den Haushalt, weil sie die ihnen angestammten Plätze von der Stadt gepachtet haben. Die zahlt Zuschüsse, hält sich aber ansonsten raus. Das Engagement der drei Klubs weiß auch Alfred Salewski (JFV 2014 und TVD) zu schätzen. „Im Nachhinein sind wir für den ganzen Zirkus dankbar. Vor ein paar Jahren hätte niemand gedacht, dass es in Dreieichenhain jemals einen Kunstrasen geben würde.“

Von Frank Mahn

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