Renate Hille und Karl Hofmann sind ein eingespieltes Vorlese-Duo

Mit Literatur Freude bereiten

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Mit ihren abwechslungsreichen Vorlesestunden sorgen Renate Hille und Karl Hofmann im Haus Falltorweg für großes Vergnügen.

Seit 1992 gestalten Renate Hille und Karl Hofmann gemeinsame Vorlesestunden, aktuell im Haus Falltorweg.

Dreieich – Sie sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, anderen mit literarischen Texten eine Freude zu bereiten. Bereits seit 1992 gestalten Renate Hille und Karl Hofmann gemeinsame Vorlesestunden, aktuell im Haus Falltorweg. Nächster Termin ist dort am Dienstag, 12. November, um 15 Uhr. Zum Thema „Tiere sind auch nur Menschen“ gibt es heitere Gedichte unter anderem von Elisabeth Finke, Eugen Roth und James Krüss.

Kennengelernt haben sich beide 1986, als Hofmann von Renate Hille, die damals noch Rauffmann hieß und Leiterin der Stadtbücherei war, zur Studiobühne gebracht wurde. Mittlerweile ist Hofmann dort Leiter und Regisseur des auf Kindertheater spezialisierten Ensembles, während sich Hille zurückgezogen hat. Doch als Lese-Duo sind beide weiter im Einsatz.

„Uns macht es großen Spaß, Texte zu den unterschiedlichsten Themen zusammenzustellen und vorzutragen“, meinen beide. Und da kam einiges zusammen – unter anderem zum Alter, zu Kindern, Theater, Schule und eben Tieren. „Besonders beliebt sind auch unsere Sketche, beispielsweise zur Ehe“, so Hofmann. Daneben kommt bei den Besuchern der Lesungen auch Mundart sehr gut an, weiß Hille. „Das ist eigentlich nicht so meine Sache, aber Hessisch habe ich mir mittlerweile erschlossen“, so Hofmann.

Die ehemalige Leiterin der Stadtbücherei hat einen großen Fundus, aus dem sie die passenden Texte für einen Nachmittag zusammenstellt. „Meist sind es zu viele. Da müssen wir einiges streichen“, berichtet Hofmann. Es kommt darauf an, die richtige Mischung zu finden. „Außerdem dürfen die jeweiligen Texte nicht so lange sein“, wissen beide aus Erfahrung. Bei ihren regelmäßigen Treffen proben und feilen sie an ihren Vorträgen.

Die Duo-Laufbahn begann 1992, als in der Stadtbücherei die „Dämmerstunden“ von Renate Hille ins Leben gerufen wurden. Es folgten Auftritte mit Geschichten, Gedichten und Sketchen, aber auch kleine gelesene Theaterstücke wie beispielsweise die „Love Letters“ im Bürgerhaus, bei den Burgfestspielen, im Kellertheater Frankfurt oder in Hanau. Sketche und Szenen aus dem Leben waren unter anderem auch beim Single Club und bei Veranstaltungen in Dreieich und Ofenbach zu hören. Beide sind auch alleine unterwegs. So bereichert beispielsweise Hofmann jährlich mit seinen literarischen Matineen die Kleinkunstreihe im Maislabyrinth.

Für ihren nächsten „tierischen Nachmittag“ haben sie sich Texte der von beiden sehr geschätzten Autorin Elisabeth Finke (1931 bis 2016) ausgesucht. „Sie schreibt in bester Wilhelm-Busch- und Eugen-Roth-Manier die schönsten Geschichten über Tiere und ihre Menschen. Manchmal nehmen sie Menschengestalt an, mal wischen sie den Menschen gewaltig eins aus“, verspricht Renate Hille einen weiteren vergnüglichen Nachmittag. Allerdings lässt ihre Stimme langsam nach. Deshalb überlegt sie, im kommenden Jahr mit dem Vorlesen ganz aufzuhören. „Das wird mir sehr schwerfallen.“ Doch bis dahin soll es weitergehen.

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