Konzept erarbeitet

Es kann wieder losgehen: Leben kehrt in Bürgerhäuser zurück 

Auf seinem Bildschirm zeigt Benjamin Halberstadt, Leiter der Bürgerhäuser, auf die Vorgaben in Zeiten von Corona. Diese müssen von allen Veranstaltern strikt eingehalten werden. Foto: jost
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Auf seinem Bildschirm zeigt Benjamin Halberstadt, Leiter der Bürgerhäuser, auf die Vorgaben in Zeiten von Corona. Diese müssen von allen Veranstaltern strikt eingehalten werden.   

„Wir sind wieder am Start. Auch in den Bürgerhäusern kehrt so langsam das Leben zurück“, freut sich Geschäftsführer Benjamin Halberstadt.

Dreieich –  Doch bevor er und sein Team öffnen konnten, mussten erst einmal die Vorgaben des Landes umgesetzt werden. Und da ist einiges zu beachten.

„Das hat seine Zeit gebraucht“, sagt Halberstadt. Deshalb habe es in den vergangenen Tagen noch keine Veranstaltungen gegeben. Doch nun soll es so langsam wieder losgehen. Einige Nutzer der Clubräume und der Philipp-Köppen-Halle wollen mit ihren Angeboten und ihrem Training wieder beginnen. Doch das wird natürlich anders aussehen als in Tagen vor Corona.

Möglich sind wieder Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen. Für größere müsste es eine Ausnahmegenehmigung geben. Der Mindestabstand von eineinhalb Metern muss gewahrt bleiben. Außerdem soll es pro Person fünf Quadratmeter Platz geben. Nicht vergessen werden dürfen auch die Hygienevorschriften wie Händewaschen und Desinfizieren. Zudem müssen bei allen Veranstaltungen Teilnehmerlisten geführt werden, um mögliche Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Diese vier Vorgaben sollen auf Plakaten aushängen.

Natürlich bringen die Vorgaben mit sich, dass sich nicht mehr so viele Leute in den Clubräumen im Nebengebäude des Bürgerhauses aufhalten können. Zulässig sind demnach elf bis 18 Personen. Genutzt werden die Räume unter anderem vom Roten Kreuz für Erste-Hilfe-Kurse, von Vereinen für Yoga oder das Tanztraining. Und das soll nun alles wieder stattfinden – unter den genannten Einschränkungen.

Zu den Mietern in der Philipp-Köppen-Halle gehören Sportvereine. Diese mussten auch auf die Konzepte ihrer Verbände warten. Die Tischtennisspieler wollen nun in ihr Training einsteigen. Der Verband sei sehr schnell gewesen, so Halberstadt. Allerdings sei es beim Tischtennis auch nicht so schwer, den geforderten Abstand einzuhalten. Für die Sportler gilt zudem, dass sie Umkleiden und Duschen nicht nutzen dürfen. Die Toiletten müssen öfter gereinigt werden.

Das Bürgerhaus Sprendlingen, das eigentlich für 580 Personen ausgelegt ist, könnte interessant sein für Firmen, die Räume für Veranstaltungen bis zu 100 Personen suchen. Erste Anfragen habe es bereits gegeben. Maßgeblich sei auch dabei, dass sich die Teilnehmer nicht so nahe kommen.

Kulturelle Veranstaltungen gibt es aktuell nicht. Das lohnt sich laut Halberstadt angesichts der Beschränkung auf 100 Personen nicht. Zudem müssten nach den Vorgaben des Landes auch auf der Bühne die Abstandsregeln eingehalten werden, was bei eingespielten Inszenierungen schwer denkbar sei. „Wir haben schon mit Gastspielunternehmen gesprochen, die an Corona-gemäße Produktionen denken“, so Halberstadt. Am Programm für die kommende Spielzeit wird aber weiter gearbeitet, in der Hoffnung, dass es im Herbst richtig losgehen kann. Doch erst einmal ist Halberstadt froh, dass es im Bürgerhaus-Komplex wieder lebendig wird. Die Bücherei habe bereits vorgelegt, die Veranstaltungsräume folgen nun – ebenso wie das Restaurant und Café.

VON HOLGER KLEMM

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