Erst Parallelbetrieb, dann Abriss

Dreieich: Kita-Neubau Am Lachengraben soll für Flexibilität sorgen

124 zusätzliche Betreuungsplätze sollen durch den Parallelbetrieb im Bestandsgebäude der Kita Am Lachengraben und im geplanten Neubau entstehen.
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124 zusätzliche Betreuungsplätze sollen durch den Parallelbetrieb im Bestandsgebäude der Kita Am Lachengraben und im geplanten Neubau entstehen.

Die Stadt Dreieich will in Götzenhain eine neue Kita bauen. Die bereits bestehende Einrichtung Am Lachengraben soll aber vorerst weiter genutzt werden.

Götzenhain – Im Sachstandsbericht Kinderbetreuung 2019/20 wurde auch für Götzenhain ein zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen festgestellt. Er bewegt sich in einer Größenordnung von immerhin zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe. Um diesen Bedarf zu decken, wurde die Stadtverwaltung damit beauftragt, an verschiedenen Standorten Möglichkeiten zum Ausbau zu prüfen.

Mehrere Machbarkeitsstudien haben seit Beginn des Jahres beleuchtet, wie diese Erweiterung mit Blick auf die vorhandenen Einrichtungen und die Baukosten aussehen könnte. Der Magistrat hat nun einen Vorschlag unterbreitet, über den zunächst die Ausschüsse beraten, anschließend stimmt die Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 28. September, darüber ab.

Der Plan sieht vor, am vorhandenen Standort Am Lachengraben auf dem Gelände des öffentlichen Spielplatzes einen Neubau für sechs Gruppen (vier Ü3- und zwei U3-Gruppen) zu errichten. Der Spielplatz soll um rund 500 Meter auf eine 900 Quadratmeter große Fläche neben dem Bolzplatz Im Höchstem verlegt werden. Der Vorteil: Während der Neubau entsteht, könnte in der Bestandskita der Betrieb mit drei Ü3-Gruppen weiterlaufen, was bei einem Erweiterungsbau nicht möglich wäre. Der Parallelbetrieb könnte zudem so lange aufrechterhalten werden, bis der aktuell nicht gedeckte Bedarf an Kitaplätzen in Götzenhain sowie den beiden benachbarten Stadtteilen Dreieichenhain und Offenthal so weit sinkt, dass die Bestandskita nicht mehr benötigt wird.

Wenn das Bestandsgebäude abgerissen werden kann, soll auf der rund 380 Quadratmeter großen Fläche ein zweiter öffentlicher Spielplatz entstehen. Zudem ist geplant, nach Inbetriebnahme des Neubaus Am Lachengraben die Betreuungskapazitäten in der Kita Rheinstraße auf dann 22 Kinder pro Gruppe (vier Ü3-Gruppen) zu reduzieren. Insgesamt würden am Standort Lachengraben durch den Neubau und den Erhalt der Bestandskita 199 Kinderbetreuungsplätze ermöglicht – 124 mehr als in der jetzigen Kita. Mit den Baumaßnahmen soll die DreieichBau AöR beauftragt werden, das Gesamtvolumen inklusive Verlegung des Spielplatzes liegt bei der vorgeschlagenen Maßnahme bei 6,5 Millionen Euro.

„Der Neubau Am Lachengraben wäre ein wichtiger Schritt zur signifikanten Verbesserung der Kinderbetreuungssituation in Götzenhain und den angrenzenden Stadtteilen“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. „Die Machbarkeitsstudie bietet eine seriöse und fundierte Analyse der möglichen Umsetzungen. Mit der vorgeschlagenen Variante hätten wir vor Ort die größtmögliche Flexibilität – sowohl mit Blick auf die bestehende Kita, als auch für die mittelfristige Entwicklung des Kinderbetreuungsbedarfs. Der mögliche Parallelbetrieb der bereits heute vorhandenen Kita böte je nach Bedarf ein optimales Steuerungsinstrument zur Nachjustierung.“ (msc)

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