Eingeschränkter Regelbetrieb ab Juni

Kita-Betrieb: Von Normalität noch Lichtjahre entfernt

Dreieicher Kitas treffen Vorbereitungen: Ab Juni soll der Regelbetrieb wieder langsam aufgenommen werden. (Symbolbild)
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Dreieicher Kitas treffen Vorbereitungen: Ab Juni soll der Regelbetrieb wieder langsam aufgenommen werden. (Symbolbild)

Darauf haben die Verantwortlichen im Rathaus lange gewartet: Seit Veröffentlichung der Hygieneempfehlungen durch das hessische Sozialministerium am Dienstagabend laufen in den Dreieicher Kitas die letzten Vorbereitungen für die Umsetzung des eingeschränkten Regelbetriebs auf Hochtouren.

Dreieich – Insgesamt 19 städtische Einrichtungen sind gefordert, die Auflagen und Empfehlungen individuell umzusetzen, um bei größtmöglichem Schutz für Kinder und Betreuer möglichst vielen Kindern den Besuch zu ermöglichen – und damit auch die Eltern zu entlasten. Los geht es am Dienstag, 2. Juni.

Aber, macht Bürgermeister Martin Burlon deutlich, der eingeschränkte Regelbetrieb (vorerst durch Verordnung befristet bis 2. Juli) könne kein Angebot wie vor der Corona-Pandemie sein. So werden in der aktuellen Verordnung die vorrangig zu betreuenden Kinder festgelegt. Sechs Kategorien wurden definiert, unter anderem Kinder berufstätiger Eltern, von denen ein Elternteil in einer der 24 festgeschriebenen Berufsgruppen arbeitet, oder berufstätige Alleinerziehende. Diese sind zum Großteil bereits heute in der Notbetreuung. Bei denjenigen Kindern, die bislang nicht in einer Kita waren, orientieren sich die städtischen Kitas am Beschluss der Jugend- und Familienkonferenz. Zudem erfolgt im Bedarfsfall eine Abstimmung mit dem Jugendamt.

„Unser Fokus liegt derzeit darauf, eine bestmögliche Betreuung unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Hygieneempfehlungen zu sichern“, erläutert Anne Stein. Jede Kita habe mit Blick auf die zu betreuenden Kinder, die Personalstruktur sowie die vorhandenen Räume sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen, so die Ressortleiterin Kinderbetreuung bei der Stadt. „Wir scheren daher nicht über den Kamm, sondern arbeiten bedarfsorientiert. Wenn das eingeschränkte Angebot, Nachfrage, verfügbare Personalressourcen und Hygiene übereinandergelegt sind, dann wissen wir, was wir ab nächster Woche wo zusätzlich anbieten können.“

Ziel sei es, die weiteren Kinder in festen Gruppen in einem rollierenden System tageweise zu betreuen, führt Stein aus. Um gemäß Infektionsschutzvorgaben konstante und stabile Gruppenzusammensetzungen mit demselben pädagogischen Personal sichern zu können, wird in vielen kommunalen Kitas die Gesamtöffnungszeit von zehn auf acht Stunden reduziert werden müssen. „Sehr viele Kinder waren seit elf Wochen nicht mehr in der Kita und müssen quasi unter Corona wieder eingewöhnt werden. Auch das ist für die Erzieher und Kinder eine große Herausforderung“, so Anne Stein.

Die Eltern werden kontaktiert, um konkrete Informationen zum Umfang des eingeschränkten Regelbetriebs zu erhalten. Sie können auch per E-Mail in der jeweiligen Kita nachfragen.  fm

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