Dreieich

Kleingärten in Götzenhain: Kündigung der Pachtverträge nicht verhältnismäßig

Kleingartenanlage
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Die Fraktion für Bürger Dreieich hat kein Verständnis für den Umgang mit Kleingärtnern.

Dreieich – Erste Reaktion aus der Politik: Die zweiköpfige Fraktion Bürger für Dreieich (BfD) hat kein Verständnis dafür, wie mit den Kleingärtnern in Götzenhain umgegangen wird. Das Vorgehen sei unsensibel und die Kündigung der Pachtverträge nicht verhältnismäßig.

„Den Pächtern wurde Knall auf Fall gekündigt, und sie sind darüber natürlich entsetzt. Die Stadt hat erläutert, dass sie eine Räumungsaufforderung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises erhalten hat, wonach alle Umzäunungen und Aufbauten – sprich: die Gartenhütten – entfernt werden müssen. Der Kreis wiederum als übergeordnete Instanz erklärt, dass er nur im Auftrag des RP in Darmstadt handelt. Hier schiebt offenbar einer dem anderen den schwarzen Peter zu; die Gekniffenen sind die Pächter mit ihren gepflegten Gärten. Ein wertschätzender Umgang mit den Betroffenen sieht unserer Auffassung nach ganz anders aus“, kritisieren Natascha Bingenheimer und Tino Schumann.

Der Rückzug auf rein rechtliche und behördliche Argumente werde dem Ansinnen der Menschen, die ihre kleinen grünen Oasen liebevoll pflegten und hegten, in keiner Weise gerecht. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Aufbauten abgerissen werden sollen, die in dieser Form bereits von Vorpächtern übernommen worden und in einem ordentlichen Zustand seien.

„Wir würden uns wünschen, dass die Ermessensspielräume hier nochmals ausgelotet werden, um die Interessen der Kleingärtner angemessen zu berücksichtigen, und zwar von Seiten der Stadt, des Kreises Offenbach und des Regierungspräsidiums.“ (fm)

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