In Baierhansenwiesen

Lehrpfad zum Kräutergarten nimmt konkrete Formen an

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Der Naturlehrpfad soll vom Parkplatz am Angelteich (rechts oben) zum Lehr- und Kräutergarten in den Baierhansenwiesen führen. Unten ist der neu geplante Platz der Generationen zu sehen.

Dreieich – Der Kräutergarten hat Winterpause – die Mitglieder des Vereins schlafen aber nicht: Vorsitzender Klaus Rehwald und Stellvertreter Erhard Haller arbeiten auf Hochtouren an der Umsetzung des geplanten Naturlehrpfads in den Baierhansenwiesen. Von Nicole Jost

Auf 700 Metern Länge soll von dem Parkplatz an der Fichtestraße bis zum Kräutergarten ein Naturerlebnis mit acht Stationen entstehen. Das Naherholungsgebiet zwischen Sprendlingen und Buchschlag soll damit noch attraktiver werden und der Bevölkerung wird die schützenswerte Natur mit Hilfe von vielen Informationen nähergebracht.

„In Zusammenarbeit mit unseren Partnern wie dem Imkerverein, den Ornithologen, Hessen Forst oder dem BUND haben wir Stelltafeln erarbeitet, die entlang des Weges auf acht Inseln ausgestellt werden“, erläutert Rehwald. In diesen Tagen werden für die hochwertigen Holztafeln mit den UV-beständigen Infoflächen die Fundamente gesetzt. „An manchen Stellen mussten wir Hecken freischneiden und eine Eiche wurde nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde auf sechs Meter gekappt“, erläutert Rehwald.

Die neuen Info-Tafeln für den Naturlehrpfad stehen schon bereit. Klaus Rehwald (links) und Erhard Haller halten auch die Nistkästen, die zur Ansicht installiert werden, in den Händen.

An den Info-Inseln erfahren die Besucher dann Wissenswertes zu den Themen Holz, Vögel, Fledermäuse, Pflanzen auf der Wiese, Insekten und Bienen, Totholz, Eidechsen und Streuobstwiesen. Damit es aber nicht theoretisch-trocken bleibt, werden die Tafeln mit natürlichem Ansichtsmaterial angereichert. „Zu den Vögeln gibt es die verschiedenen Varianten an Nistkästen, wir haben sogar eine alte Nisthöhle von einem Specht. Beim Thema Holz zeigen wir dicke Stämme von Eichen, Buchen, Birken und Tannen und es werden dort auch neue Bäume gepflanzt“, kündigt Rehwald an. Der Naturlehrpfad wird bis in den Kräutergarten hineinführen, dort gibt es einen Bienenschaukasten mit echten, jungen Bienenvölkern zur Ansicht. Zum Thema Eidechsen entstehen in direkter Nachbarschaft zu dem so beliebten Garten eine Eidechsenburg und ein eigens angelegter Amphibienteich ist schon mit Wasser befüllt. Auf der Streuobstwiese werden neue Pflanzen variantenreicher Streuobstbäume gepflanzt. Geplant sind da Apfel-, Birne-, Speyerling-, Mispel- und Kirschbäume.

Rund 25.000 Euro haben Rehwald und seine Mitstreiter für den Pfad an Spendengeldern akquiriert – noch ohne die Investitionen der Stadt, die die Rodung und die Wiederherstellung des Weges finanziert und auch die Grundstücke für den Pfad bereitstellt. „Wenn jetzt alles klappt wie wir uns das vorstellen, können wir unseren Naturlehrpfad schon im April offiziell einweihen. Wenn das Wetter mitspielt, sind wir auch schon ein bisschen früher fertig“, ist Rehwald ganz optimistisch.

Der Lehr- und Kräutergarten in Dreieich

Das nächste Projekt steht ebenfalls schon in den Startlöchern: der Generationenplatz. „Der Plan dafür steht. Wir sind sehr froh, dass sich Sylvio Jäckel vom DLB der Umsetzung angenommen hat. Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten auch im März beginnen“, kündigt der Kräutergarten-Vorsitzende an. Nicht ganz so zufrieden ist er mit der Entwicklung zur Herstellung des Weges von dem neuen Platz zum Kräutergarten. Die Eigentumsverhältnisse und die Streckenführung sind noch nicht endgültig geklärt. Rehwald: „Wir hoffen aber, dass wir bis zur Einweihung eine Lösung gefunden haben.“

Infos im Internet unter kraeutergarten-dreieich.de.

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