Im zweiten Anlauf hat es geklappt

Magistrat vergibt Auftrag für Umbau der alten Offenthaler Ortsmitte

Beim Neujahrsempfang hatte Bürgermeister Martin Burlon schon eine Andeutung gemacht, gestern meldete der Magistrat nach seiner Sitzung Vollzug (Symbolbild)
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Beim Neujahrsempfang hatte Bürgermeister Martin Burlon schon eine Andeutung gemacht, gestern meldete der Magistrat nach seiner Sitzung Vollzug (Symbolbild)

Beim Neujahrsempfang der Stadt vor knapp zweieinhalb Wochen hatte Bürgermeister Martin Burlon schon eine vielversprechende Andeutung gemacht, gestern meldete der Magistrat nach seiner Sitzung am Montagnachmittag Vollzug: Der Auftrag für den Umbau der alten Offenthaler Ortsmitte ist vergeben.

Dreieich –  Den Zuschlag erhielt ein Unternehmen aus Mainz. In den nächsten Tagen soll geklärt werden, wann die Firma loslegen kann. .

Im zweiten Anlauf ist gelungen, was beim ersten Versuch am Geld gescheitert war. Von der ins Auge gefassten großen Lösung für die Ortsdurchfahrt mussten sich die Offenthaler verabschieden. Im Herbst 2018 hatte der Magistrat die Ausschreibung aufgehoben, nachdem lediglich von zwei Unternehmen Angebote eingegangen waren. Beide lagen weit über der städtischen Kalkulation. Das günstigere übertraf das vom Parlament freigegebene Budget von 1,17 Millionen Euro (inklusive Planungskosten) um 350 000 Euro.

Ergo beauftragte die Stadtregierung das planende Ingenieurbüro, eine abgespeckte Variante vorzulegen, die sich auf den Bereich um die Kirche konzentriert. Nachdem die Mitglieder der Planungswerkstatt darüber schriftlich informiert worden waren und sich kein Widerspruch regte, brachte der Magistrat die Ausschreibung im vergangenen Oktober auf den Weg.

Das überarbeitete Konzept sieht vor, dass die Kirchgasse und ein etwa 70 Meter langer Abschnitt (er sollte mal 285 Meter lang sein) im Bereich der ehemaligen Bundesstraße bodengleich gepflastert werden. Vor der Kirche in der Dieburger Straße liefert eine Tafel Informationen über den Stadtteil und das mehr als 600 Jahre alte Gotteshaus. Gezählt bleiben die Tage der ehemaligen Milchküche. Die durch den Abriss frei werdende Fläche kann für kleinere Veranstaltungen und zur Erweiterung von Weihnachtsmarkt und Gemaafest dienen. Außerdem entstehen vor dem Platz zwei Parkplätze, während die dann verkehrsberuhigte Kirchgasse frei von Parkplätzen bleibt. In der Dieburger Straße wird kurz vor der Einmündung in die Weiherstraße eine barrierefreie Querungshilfe für Fußgänger gebaut.

Auch weiter westlich gibt es Veränderungen. Die Kreuzung von Mainzer Straße, Borngartenstraße und Rückertsweg wird erneuert und aufgewertet. Die vorhandene Fußgängerampel ist nach dem Umbau sowohl für seh- als auch für mobilitätsbehinderte Menschen barrierefrei nutzbar. Die Borngartenstraße bekommt einen neuen Belag bis zum Fritzenwiesengraben, der aktuelle ist in einem schlechten Zustand. Schließlich sollen auch alle weiteren Straßeneinmündungen auf der Südseite der Mainzer Straße künftig das Prädikat barrierefrei tragen dürfen.

Um den Auftrag bewarben sich vier Firmen. Ein Tiefbauunternehmen aus Mainz reichte mit 833 000 Euro das wirtschaftlichste Angebot ein. Aus den Vorjahren stehen für das Projekt noch Haushaltsreste zur Verfügung, deren Übertragung der Magistrat am Montag zugestimmt hat.

Martin Burlon ist erleichtert, dass der „zweite Schuss“ gesessen hat. „Das ist ein großer Schritt nach vorne auf dem nicht immer hindernisfreien Weg zur Umgestaltung der Offenthaler Ortsmitte. Aber es zeigt, dass wir nach dem Rückschlag der gescheiterten ersten Ausschreibung die richtigen Maßnahmen veranlasst haben, ohne zugleich die wesentlichen Anliegen der Offenthaler aufgeben zu müssen“, ist der Bürgermeister überzeugt. Schon in Kürze soll es einen Termin mit Vertretern der Firma geben, um die Details zu besprechen und sich auf einen Baubeginn zu verständigen.

VON FRANK MAHN

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