Mehr Geld für die Betreuung

Dreieich - Die benötigten Gelder sind bereits im Haushalt für 2015 eingestellt, die genauen Modalitäten stehen aber jetzt erst fest. Die Rede ist von den neuen Richtlinien der Stadt zur Förderung der Betreuung an Grundschulen. Rückwirkend zum 1. Von Holger Klemm 

Januar 2014 wird der Sockelbetrag kräftig erhöht. Hinzu kommt nun ein einheitlicher Betrag pro Kind und Betreuungsstunde. Die Stadt beziffert die Mehrkosten auf jährlich 25.000 Euro, insgesamt sind nun 88.000 Euro aufzubringen. Die Regelung gilt für die Ludwig-Erk-, die Schiller-, Gerhart-Hauptmann- und Selma-Lagerlöf-Schule. Für die drei Ganztagsschulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung (Erich-Kästner-, Wingert- und Karl-Nahrgang-Schule) gibt es dagegen andere Förderungsrichtlinien.

Seit 2005 bekamen die vier Schulen einen Sockelbetrag von 6400 Euro und zusätzlich pro Kind und Betreuungsstunde 9,70 beziehungsweise 7,70 Euro (im Fall, dass mehr als 50 Prozent der Arbeitsstunden von Nicht-Fachkräften abgedeckt werden). Nun gibt es 13.000 Euro als Sockelbetrag und zusätzlich acht Euro pro Kind und Stunde. „Die Vereine können sich über ein Plus von mindestens 5000 Euro freuen, sofern sich die Betreuungsstunden nicht reduzieren“, berichtet Bürgermeister Dieter Zimmer. Doch davon sei angesichts der steigenden Nachfrage bei der Betreuung nicht auszugehen. Ziele seien eine angemessene finanzielle Ausstattung der Fördervereine und eine Vereinfachung des Zuschussverfahrens.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

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Die Stadt hofft, mit der Neuregelung die Betreuungsangebote an den vier Schulen nachhaltig unterstützen und sichern zu können. Denn der Einsatz und das Engagement der von Eltern getragenen Vereine seien von enormer Bedeutung.

Hintergrund für die Neuregelung ist, dass die zuständigen Betreuungsvereine bereits im Jahr 2013 die Stadt darauf hingewiesen haben, dass die Mittel nicht mehr ausreichen, um dem stetig steigenden Betreuungsbedarf an den vier Schulen gerecht zu werden und die Qualität zu sichern. Gewünscht wurde besonders die Erhöhung des Sockelbetrags, um die regelmäßigen Fixkosten (beispielsweise für das Personal) decken zu können. Eine Differenzierung nach Fach- und Nicht-Fachkräften sei nicht mehr notwendig, da eine Betreuung nach den gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich nur durch geeignetes Personal erfolgen dürfe.

Für die Verzögerung bei der Überarbeitung der Richtlinien gibt die Stadt Personalwechsel in dem zuständigen Fachbereich als Grund an. Die benötigten Gelder wurden aber schon in dem im November verabschiedeten Haushalt eingestellt. Der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur stimmte den neuen Richtlinien in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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