Mehr Komfort für Radler bei Dreieich

Schnellweg durch den Kreis: Stadt will sich an Kosten für Machbarkeitsstudie beteiligen

+
Dem Fahrrad wird vor dem Hintergrund des Klimawandels eine immer größere Bedeutung bei der Mobilitätswende zukommen. Doch im Vergleich beispielsweise zu Holland oder Dänemark steckt die Infrastruktur noch in den Kinderschuhen.

Dem Fahrrad wird vor dem Hintergrund des Klimawandels eine immer größere Bedeutung bei der Mobilitätswende zukommen. Doch im Vergleich beispielsweise zu Holland oder Dänemark steckt die Infrastruktur noch in den Kinderschuhen.

Dreieich – In unserer Region Rad zu fahren, ist oftmals gefährlich, weil man sich den Platz mit Autos teilen muss. Zudem ist es gerade Pendlern wichtig, zügig voranzukommen. Das aktuelle Zauberwort heißt Radschnellverbindung. Sie sind ein wesentlicher Baustein beim Ausbau des Radwegenetzes im Gebiet des Regionalverbands FrankfurtRheinMain. Die „Fahrrad-Autobahn“ zwischen Frankfurt und Darmstadt (FRM 1) ist bereits im Bau, der Abschnitt zwischen Egelsbach und Wixhausen eröffnet.

Darüber hinaus soll es im Verbandsgebiet acht weitere Radschnellverbindungen geben. Eine für die Mobilität im Kreis Offenbach bedeutende Route ist die geplante Radschnellverbindung mit der Bezeichnung FRM 9. Sie durchquert den Kreis von Ost nach West und soll von Seligenstadt über Rodgau, Dietzenbach, Dreieich und Neu-Isenburg nach Frankfurt führen. Der Regionalverband will für diesen Schnellweg eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, an deren Erstellung sich die Kommunen beteiligen sollen.

„Der Verband wird eine Projektgruppe bilden, in der wir vertreten sein werden“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. „Aber die Anliegerkommunen haben auch einen finanziellen Beitrag zu leisten.“ Die Studie soll untersuchen, welche Qualitätsmerkmale die Verbindung erfüllen soll und wie sie verlaufen kann. Nach rund einem Jahr rechnen die Verantwortlichen mit den Ergebnissen. Im Zuge des Projekts will der Regionalverband die Öffentlichkeit laut Burlon insbesondere in Fragen der Trassenführung und Ausgestaltung beteiligen. Auch andere Fachbehörden, Interessenverbände und Vertreter der Wissenschaft sollen hinzugezogen werden. „Insbesondere das Wissen und die Meinung der künftigen Nutzer sind wichtig“, so der Bürgermeister. Aus ihren Erfahrungen könnten Radfahrer wertvolle Tipps liefern, wie eine schnelle und möglichst gefahrlose Radverbindung zu einer Qualitätsverbesserung im Individualverkehr im Kreis Offenbach beitragen kann.

Der Magistrat hat die Beauftragung der Machbarkeitsstudie begrüßt und die Bereitstellung von finanziellen Mitteln im Rahmen eines Nachtragshaushaltsplans 2020 empfohlen. Für die Erstellung wird mit Fördermitteln in Höhe von 50 Prozent gerechnet. Auf Dreieich würde nach Abzug der Förderung noch ein Kostenanteil in Höhe von zirka 7 500 Euro entfallen.  

fm

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare