Ohne ehrenamtliches Engagement wären viele RaBe-Angebote nicht denkbar

Dreieich: Das Mehrgenerationenhaus RaBe ist ein lebendiger Ort 

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Fleißige Helferinnen beim Open-Air-Dinner waren (von links): Rim Haberrih, Mariama Cisse, Türkan Kaynak, Irina Seibel und Pervin Yilmaz. Die Aktion war eingebettet in das Programm der Interkulturellen Wochen. 

Seit der Eröffnung Anfang 2017 ist das Mehrgenerationenhaus RaBe zum lebendigen Ort im Sprendlinger Norden geworden. Und dabei spielt das ehrenamtliche Engagement eine große Rolle.

Dreieich - Die Bewohner in Hirschsprung-Breitensee füllen den „Raum der Begegnung“ mit Leben und gestalten diesen aktiv mit.

So waren im vergangenen Jahr an die 80 Ehrenamtliche im Alter von 18 bis über 80 Jahren aus mehr als zehn verschiedenen Herkunftsländern regelmäßig im Einsatz und bereicherten das Programm des Mehrgenerationenhauses auf vielfältige Weise. Die Freiwilligen sind über alle RaBe-Häuser (Stadtteilzentrum, Familienzentrum Bunte Kirche und Kita der evangelischen Versöhnungsgemeinde, städtische Krippe Hegelstraße, Wohneinheit der Nieder-Ramstädter Diakonie sowie Klamottenforum) hinweg im Einsatz. Sie engagieren sich für alle Generationen vom Baby bis zu den Hochaltrigen, für die vielen im Stadtteil vertretenden Kulturen und für die unterschiedlichsten Interessensgebiete.

Ob im Café LesBar, bei verschiedenen Vorleseaktionen oder in der Gemeindebücherei – „Literarisches“ stand dabei wieder hoch im Kurs. Das gleiche gilt für die Musik beim Singen und Trommeln, bei Tanzangeboten und bei „Quartier in Takt“. Auch das Kulinarische kam beispielsweise bei den Café-Nachmittagen, Elterncafés und Mittagstischen nicht zu kurz.

Künstlerische Akzente im Stadtteil setzten die Ehrenamtlichen mit dem Kreativ-Treff und der -werkstatt, der Malgruppe oder auch dem Deko-Team. Sie trugen auch mit zu einer attraktiven Freizeitgestaltung bei. Dazu zählten diverse Spielenachmittagen, der Lauftreff oder Aktionen im Rahmen des RaBe-Sommerferienprogramms.

Schon seit vielen Jahren, auch bevor es das Mehrgenerationenhaus gab, werden das Klamottenforum und die Fahrradwerkstatt von Helfern mit viel Herzblut geleitet. Nachbarn helfen Nachbarn. Diese Devise gilt genauso bei der Konfliktvermittlung oder der Kindernotbetreuung, die Eltern für Eltern im vergangenen Sommer initiierten, als die evangelische Kita aus Personalmangel ihre Öffnungszeiten verkürzen musste. Dass sich die Menschen im Sprendlinger Norden gegenseitig unterstützen, zeigen zudem Angebote wie AusZeit (Demenzgruppe), Sonnenblume (Selbsthilfegruppe für Menschen mit psychischen Problemen) oder die RaBe-Zeit. Dabei handelt es sich um den Besuchsdienst für Senioren.

Dreieich: Großes Angebot bei interkulturellen und interreligiösen Veranstaltungen

Auch bei interkulturellen und interreligiösen Veranstaltungen war die Palette der Angebote groß. Ob bei den Interkulturellen Wochen, beim Interreligiösen Dialog im Treffpunkt Miteinander, beim Lebendigen Adventskalender oder beim gemeinsamen Feiern von Festen der verschiedenen Religionen, stets waren viele Freiwillige am Start und trugen so zum Gelingen bei.

Für den unermüdlichen Einsatz und die vielen freiwillig erbrachten Stunden dankten Vera Dinter und Veronika Martin, die für die Koordination der Angebote verantwortlich sind, beim RaBe-Neujahrsempfang im Familienzentrum. Auch Pfarrerin Ingeborg Verwiebe und Bürgermeister Martin Burlon sprachen den Ehrenamtlichen ihren Dank aus. „Sie alle tragen dazu bei, dass die Menschen hier im Sprendlinger Norden gut miteinander leben und sich als Gemeinschaft erleben“, so die Pfarrerin.

Burlon betonte die Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements: „Als Ehrenamtliche schenken Sie Ihre Zeit der Gemeinschaft. Sie sind ein Bindeglied der Gesellschaft, setzen sich für ein gutes Miteinander ein und schaffen Raum für Begegnungen.“

Möglich wurde der Neujahrsempfang durch die finanzielle Unterstützung des Dreieicher Weihnachtskalenders. Auch Schüler der Strothoff International School trugen durch ihre tatkräftige Hilfe zum Gelingen bei.

Nach den Grußworten und einer kleinen Fotoschau zum RaBe-Jahr 2019 begeisterte das Improvisationstheater Subito mit witzigen Szenen aus dem Leben der Ehrenamtlichen, bevor das Buffet eröffnet wurde und der Abend gemütlich ausklingen konnte.  

hok

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