Besuch lohnt sich trotzdem

Weihnachtsmarkt in Dreieich wegen Corona-Pandemie abgesagt: Kleines Programm geplant

So kann es in diesem Jahr leider nicht aussehen. Doch nach der Absage des Hayner Weihnachtsmarktes sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Alternativen.
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So kann es in diesem Jahr leider nicht aussehen. Doch nach der Absage des Hayner Weihnachtsmarktes sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Alternativen.

Auf den ganz großen Budenzauber mit Glühweinduft, Gedränge auf der Fahrgasse und den schnuckeligen Ständen der Hayner Weihnacht müssen die Dreieicher ja bekanntlich verzichten. Aber die Pandemie soll die Weihnachtsfreuden nicht komplett verderben.

Dreieich - Die schöne Altstadtgasse mit den kleinen Geschäften und Cafés wird in der Vorweihnachtszeit durchaus ein bisschen weihnachtlichen Glanz bekommen, verspricht Oliver Giehl, der nach 20 Jahren als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Dreieichenhain und Inhaber der Brunnenapotheke am Obertor, gerade als Beisitzer des Vereins in die zweite Reihe getreten ist.

Die Fahrgasse bleibt dem Geschäftsmann ein besonderes Anliegen: „Wir haben in der vergangenen Woche mit den Mitgliedern abgestimmt, dass es auf jeden Fall eine Weihnachtsbeleuchtung und ein kleines Programm geben wird“, kündigt Giehl an. Geplant ist neben der weihnachtlichen Dekoration der Schaufenster, beleuchtete Weihnachtsbäume zu stellen und die Weihnachtsbeleuchtung an den Läden zu installieren.

Für das eigentliche Marktwochenende am zweiten und dritten Advent hat die Werbegemeinschaft verkaufsoffene Samstage bis 20 Uhr angemeldet. Dazu gibt es dann die ein oder andere vorweihnachtliche Überraschung. „Das konkrete Konzept steht noch nicht, aber einen lustigen Weihnachtsmann und eine Märchenerzählerin werden wir vermutlich zu Gast haben“, verrät Giehl.

Für Waldtraud Schäfer, die für den Gewerbeverein Dreieich die Hayner Weihnacht viele Jahre organisiert, war die Absage eine schwere Entscheidung: „Es tut mir in der Seele weh, gerade weil ich so viele Aussteller kenne und weiß, was die Absage für sie bedeutet. Aber es gab keine andere Möglichkeit“, betont Schäfer. „Ein Besuch der Dreieichenhainer Altstadt wird sich in der Vorweihnachtszeit trotzdem lohnen“, verspricht sie. Der Gewerbeverein wird die Sterne an den Laternen aufhängen. Für die beleuchteten Girlanden, die sonst jedes Jahr im Dezember über die Fahrgasse gespannt werden, ist der Aufwand allerdings zu groß. Dafür müsste eigens ein Steigwagen bestellt werden, der zwei Tage damit beschäftigt ist, die Girlanden zu hängen.

Der finanzielle Aufwand sei ohne die Einnahmen durch den Markt zu hoch. Vermutlich können sich die Dreieicher aber wieder auf Deutschlands größten frei hängenden Adventskranz auf dem Turm der Burg freuen. „Abschließend ist es noch nicht entschieden, aber es sieht ganz gut aus, dass die Kerzen wieder leuchten können“, sagt Schäfer abschließend.

Ganz anders als gewohnt wird in diesem Jahr der lebendige Adventskalender der Burgkirchengemeinde Dreieichenhain sein. „Eine komplette Absage war keine Option, aber die Treffen, das gemeinsame Singen, wie wir das seit über 20 Jahren machen, kann es leider nicht geben“, bedauert Organisatorin Inge Sommerlad. Sie hat vier Familien in der Altstadt gefunden, die ihre Fenster zum Advent festlich dekorieren. Auch das Bürofenster der Burgkirchengemeinde wird geschmückt. Dazu soll der Schaukasten der Gemeinde zu jedem Adventssonntag neu dekoriert werden. So lohnt sich ein abendlicher Spaziergang durch Dreieichenhain dann im Dezember doch. (Nicole Jost)

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