Essen, Spielen, Lernen

Neues Betreuungsgebäude der Selma-Lagerlöf-Schule eingeweiht

+
Auf zwei Etagen beherbergt das neue Gebäude der Selma-Lagerlöf-Schule zwei Klassen- und vier Betreuungsräume. Die großen Fenster geben den Blick auf den Buchschlager Wald frei, auf den Sitzbänken lässt sich gut Pause machen.

Die Buchschlager Kinder mussten lange warten, aber die Geduld hat sich gelohnt. Das neue Schul- und Betreuungsgebäude an der Selma-Lagerlöf-Schule ist ein Schmuckstück geworden.

Dreieich – Auf zwei Etagen und mit rund 380 Quadratmetern Nutzfläche bietet das Haus alles, was die Grundschüler schon lange brauchen: ausreichend Platz für ein warmes Mittagessen, Räume zum Spielen und Hausaufgabenmachen und einen Ort, um sich mal zurückzuziehen.

Architekt Jeremias Heinze hat helle, mit sehr großen Fenstern ausgestattete Räume geplant, die den Blick auf den Buchschlager Wald frei geben. Mit viel Holz und sehr fröhlichen Farben herrscht eine warme Atmosphäre, in der sich Kinder wohlfühlen. Im Erdgeschoss sind die rund 120 Quadratmeter große Mensa einschließlich Küche und Nebenräumen sowie der Eingangsbereich mit Garderobe untergebracht. Der Speisesaal ist zum Schulhof hin großflächig geöffnet und kann so außerhalb der Essenszeiten für die Betreuung und schulische Zwecke genutzt werden. Besonders nett: die Sitzbänke in den Fenstern, die zu einer Pause vom Schulalltag einladen. Über ein Treppenhaus und einen Aufzug führt der Weg ins Obergeschoss, wo zwei Klassen- und vier Betreuungsräume sind. Dort können sich die Kinder in einem Werkraum beschäftigen und in einem Ruheraum auf Sitzsäcken entspannen. Eine Fotovoltaikanlage versorgt das Gebäude mit Energie.

Schick: Die gut 120 Quadratmeter große Mensa im Erdgeschoss ist das Herzstück des Neubaus. 

Gestern Vormittag erklären Landrat Oliver Quilling, Bürgermeister Martin Burlon, Schulleiterin Marion Wagner und Fördervereinsvorsitzende Saskia Winkelmann, wie froh sie sind, dass die schuleigenen Betreuungsräume endlich bezogen werden können. Damit geht eine Zeit mit vielen Kompromissen und Mittagessen bei der Feuerwehr Buchschlag und in der evangelischen Gemeinde zu Ende. „Die Diskussion um die Betreuung an der Buchschlager Grundschule dauert schon zehn Jahre an“, erklärt der Landrat. Vor allem die Frage nach der Finanzierung hatte die Planungen immer wieder verzögert.

Die ehemalige Schulleiterin, Angela Föll, weiß, dass der Bedarf für Betreuungsplätze sogar noch weiter zurückreicht: „Wir hatten 1996 die erste Mittagsbetreuung bis 14 Uhr mit anfangs zehn Kindern. Der Druck wurde im Laufe der Jahre dann immer größer“, erinnert sich Föll. Saskia Winkelmann ist als Fördervereinsvorsitzende vor sechs Jahren angetreten, um eine bessere Versorgung der Kinder voranzutreiben: „Ich kann es kaum glauben, dass wir jetzt hier drinstehen. Sehr gut, dass die Kinder endlich alle auf dem Schulgelände betreut werden können und es ist wirklich schön geworden“. Nach 15 Monaten Bauzeit können die rund 210 Kinder das Gebäude nutzen.

Das Haus mit der auffälligen Glasfassade ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kreis und Stadt. Rund 3,1 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Die Stadt übernimmt mit rund 2,3 Millionen Euro den Großteil der Kosten. Der Kreis beteiligt sich mit 775 000 Euro und wird den Schulhof noch neugestalten. Die Kinder warten schon sehnsüchtig darauf, dass der Bauzaun um den neuen Bolzplatz verschwindet. Denn der alte musste für den Neubau weichen.

Von Bürgermeister Martin Burlon gab es als Einzugsgeschenk Spiele für die Schüler. „Die Kinder und ihre Betreuerinnen haben lange auf diesen Tag hin gefiebert“, weiß der Rathauschef.

VON NICOLE JOST

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare