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32.000 Euro für OP nach Unfall des Sohnes: Seniorin dreht bei Schockanruf den Spieß um

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Von: Erik Scharf

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Eine Seniorin reagiert bei einem Schockanruf besonnen und schaltet die Polizei ein. (Symbolfoto)
Eine Seniorin reagiert bei einem Schockanruf besonnen und schaltet die Polizei ein. (Symbolfoto) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eine Seniorin aus Dreieich erhält einen Schockanruf. Weil sie besonnen reagiert, dreht sie den Spieß kurzerhand einfach um.

Dreieich – Eigentlich sollte eine 69 Jahre alte Frau in die Falle gelockt und um ihr Erspartes gebracht werden. Doch der Betrug funktionierte nicht – vielmehr drehte die Seniorin den Spieß um.

Als bei der 69-Jährigen aus Dreieich das Telefon klingelte, startete direkt die in diesen Tagen oft verwendete Masche von Betrügern, wie die Polizei Südosthessen in Offenbach mitteilte. Der Anrufer teilte der Frau am Dienstag (31. Mai) mit, dass ihr Sohn unter Einfluss von Alkohol einen Unfall gebaut habe und er nun dringend eine Operation benötigen würde. Dafür seien 32.000 Euro in bar nötig.

Dreieich: 20-Jähriger nach Schockanruf festgenommen

Die Frau aus Dreieich erkannte die Masche und gaukelte dem Gesprächspartner vor, das Geld von der Bank zu holen und einem Komplizen zu übergeben. Unterdessen informierte die 69-Jährige aus dem Dreieicher Stadtteil Offenthal die Polizei.

Bei der vermeintlichen Geldübergabe klickten dann wenig später die Handschellen. Der 20-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs verantworten.

Nicht immer gehen diese Schockanrufe glimpflich aus. Deshalb gibt die Polizei folgende Tipps, um nicht Opfer eines Betruges durch einen Telefonanruf zu werden.

Im Oktober 2021 nahm die Polizei nach Schockanrufen in Dreieich zwei Täter fest – eine der beiden Personen war erst 15 Jahre alt. (esa/pob)

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