Anwohnerprotest

Dreieich: Anwohner wehren sich gegen Parkourpark am Freibad - aus diesem Grund

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Noch trainieren die Jugendlichen drinnen, wie hier in der Hans-Meudt-Halle. Doch der Traum vom Parkourpark lebt. 

Das finanzielle Ziel haben die Jugendlichen so gut wie erreicht, aber bei der Frage des Standorts für den Parkourpark müssen sie sich womöglich neu orientieren. Gegen den bislang favorisierten am Spielplatz am Freibad regt sich Widerstand. 

Dreieich - Das wurde bei einem Treffen deutlich, an dem Anwohner der Robert-Koch-Straße, Patrick Bessler von der städtischen Kinder- und Jugendförderung sowie Vertreter der SPD-Fraktion und des Jugendparlaments teilnahmen. Jupa-Vorsitzender László Boroffka spricht von einem konstruktiven Austausch. Beide Seiten hätten bei dem von einer Anwohnerin angeregten Treffen Verständnis für die Argumente des anderen gezeigt.

Parkourpark in Dreieich: Finanzierung fast erreicht 

Es ist der Lärm, der den Menschen in der Robert-Koch-Straße Sorgen bereitet. Die Belastung sei jetzt schon hoch, sagte eine Frau. Der Spielplatz sei stark frequentiert, „leider auch spätabends von Jugendlichen“. Und in den Sommermonaten setzt den Nachbarn zudem die nicht gerade unerhebliche Geräuschkulisse des Freibads zu. Aber: Daran habe man sich gewöhnt und könne damit leben. 

Eine weitere Lärmbelastung durch einen Parkourpark, der unmittelbar an ihre Terrassen grenzen würde, sei nicht zumutbar, so die Anwohner. Zumal die Anlage sicherlich nicht nur tagsüber genutzt werde.

Patrick Bessler von der Kinder- und Jugendförderung betonte, dass er zusammen mit den Jugendvertretern die Argumente der Anwohner zum Anlass nehmen werde, weiter nach einem alternativen Standort zu suchen, um einerseits die Interessen der Jugendlichen und andererseits die der Anwohner zu berücksichtigen. 

Anwohner am Freibad in Dreieich kritisieren Lärm 

„Wir können die Bedenken nachvollziehen und haben grundsätzlich Verständnis dafür, auch wenn wir nicht glauben, dass es signifikant lauter werden würde“, so László Boroffka. Der Standort sei ja auch nicht in Stein gemeißelt. Es gebe durchaus denkbare Alternativen, zum Beispiel unter der Autobahnbrücke an der Hainer Chaussee, meint der Vorsitzende des Jugendparlaments. 

Es sei erst mal wichtig, die Finanzierung zu sichern. Dann werde die Frage des Standorts geprüft.

Zur Erinnerung: Die Stadt hatte im vergangenen Jahr 30 000 Euro für das Projekt zugesagt, wenn es auch den Jugendlichen gelingt, 30 000 Euro beizusteuern. 

Andere Standorte für Parkourpark denkbar 

Das haben sie so gut wie geschafft. Allerdings zeigt ein erster grober Kostenvoranschlag nach Boroffkas Worten, „dass es wohl ein bisschen teurer wird“. Weil mit mehr Mitteln aus dem Haushalt nicht zu rechnen ist, wird der Nachwuchs noch auf einige Spenden und Sponsoren angewiesen sein.   Von Frank Mahn 

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Viel Diskussionen in Dreiech gab es zuletzt auch um die August-Bebel-Straße.

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