Wohnungen entstehen

Neubauprojekt in Dreieich: Was bisher bekannt ist

Im hinteren Bereich des Grundstücks entstehen zwei Häuser, im linken ist im Erdgeschoss die Kita untergebracht. Von den 32 Wohnungen sind 25 sozial gefördert.
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Im hinteren Bereich des Grundstücks entstehen zwei Häuser, im linken ist im Erdgeschoss die Kita untergebracht. Von den 32 Wohnungen sind 25 sozial gefördert.

Mit diesem Neubauprojekt schlagen die DreieichBau AöR und die Stadtwerke mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Dreieich – Auf dem Gelände des Energieversorgers in der Eisenbahnstraße in Dreieich entstehen unter Federführung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft 32 Wohnungen. In einem der drei Gebäude entsteht zudem eine zweigruppige Kita. On top ist ein Blockheizkraftwerk vorgesehen, das nicht nur die Neubauten mit Wärme versorgen soll, sondern auch die ans Grundstück angrenzenden Blocks der Nassauischen Heimstätte.

Neubauprojekt in Dreieich: Areal ist fast 14.000 Quadratmeter groß

Das Areal der Stadtwerke ist fast 14.000 Quadratmeter groß. In grauer Vorzeit stand dort mal ein Gaswerk, „aber der Standort hat sich gewandelt“, wie Geschäftsführer Steffen Arta sagt. „Wir haben längst nicht mehr diesen Bedarf an Fläche.“ Da trifft es sich gut, dass die DreieichBau händeringend auf der Suche nach Grundstücken ist, um den sozialen Wohnungsbau voranzutreiben. Und so fädelten Arta und Dirk Böttcher, Technischer Vorstand der AöR, eine Kooperation ein. Der Energieversorger überlässt der DreieichBau 5.600 Quadratmeter auf Basis eines Erbbaurechtsvertrags, der auf 70 Jahre angelegt ist. Der Magistrat hat am Montag grünes Licht für die Beschlussvorlage gegeben. Es fehlt nur noch die Zustimmung des neu gewählten Stadtparlaments Anfang Juni.

Bürgermeister Martin Burlon bezeichnet die Zusammenarbeit der beiden städtischen Töchter als beispielhaft. Sie bringe den sozial geförderten Wohnungsbau voran. Erster Stadtrat Markus Heller spricht von „einer großen Chance für uns als Stadt“. Hier sei eine Nachverdichtung gut zu bewerkstelligen. Ansonsten seien innerstädtische Grundstücke schwer zu akquirieren.

Mehr als genug Platz: Die Stadtwerke geben Fläche ab, die sie nicht mehr benötigen.

Eines der Häuser wird zum Modellprojekt für Dreieich

Wie Böttcher ausführt, liegt der Schwerpunkt bei diesem Projekt auf Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen. Es wird einige wenige Vier-Zimmerwohnungen geben, aber keine Single-Apartments. Eines der Häuser wird zum Modellprojekt für Dreieich: Im Erdgeschoss tummeln sich Kinder, während im ersten Stock eine Wohngruppe für Senioren angedacht ist – mit der Möglichkeit, ambulante Betreuung in Anspruch zu nehmen. Ellen Grohe ist sicher, dass es dafür eine Nachfrage gibt. „Das zeigen Beispiele in anderen Städten. Viele Ältere sind froh, wenn sie Leben um sich herum haben“, sagt die Fachbereichsleiterin Soziales.

Die Kita wird von der Stadt angemietet, um die Betreuung der Kinder aus der Kita Oisterwijker Straße zu gewährleisten. Deren Sanierung wäre nicht wirtschaftlich, sie wird abgerissen und durch einen Neubau für fünf Gruppen ersetzt.

DreieichBau will im August 2023 loslegen

Apropos Abriss: Auf dem Stadtwerke-Gelände steht ein altes Wohnhaus, das dem Neubauvorhaben weichen muss. Das passiert allerdings erst nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, damit dort – falls gewünscht – die drei aktuellen Mietparteien einziehen können. Die DreieichBau will im August 2023 loslegen und Dirk Böttcher ist optimistisch, im vierten Quartal des Folgejahres Vollzug für das gesamte Quartier vermelden zu können.

Stadtwerke und DreieichBau haben schon beim Projekt an der Hainer Chaussee kooperiert. In einer Halle auf dem Areal an der Eisenbahnstraße soll nun ebenfalls ein Blockheizkraftwerk gebaut werden. Es dient der Wärmeversorgung der drei neuen Gebäude, aber nicht nur. Laut Arta haben die Blocks der Nassauischen Heimstätte eine energetische Sanierung bitter nötig. „Die könnten wir dann auch klimafreundlich mit Wärme versorgen“, so der Stadtwerke-Chef. (Frank Mahn)

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