Aber ein Kritikpunkt

SPD zieht nach Werkstattgespräch positives Fazit

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Die Verlängerung der Linksabbiegerspur auf der Dieburger Straße hat nicht den erhofften Effekt gebracht. Die alte Milchküche in der Kirchgasse hat keine Zukunft.

Offenthal - Der Offenthaler SPD-Ortsbezirk zieht ein in weiten Teilen positives Fazit der jüngsten Planungswerkstatt im evangelischen Gemeindehaus. Dabei ging es um die Umgestaltung der alten Ortsmitte.

Die Genossen sind erfreut darüber, dass durch die erneute Einbeziehung von Anwohnern und weiterer Bürger nun fast alle Standorte für Parkplätze und Bäume feststünden. Lediglich ein Baumstandort – vor der evangelischen Kirche – und die Position eines Parkplatzes müssten vom Planungsbüro noch einmal überprüft werden.

Zufrieden ist SPD-Vorsitzender Dr. Thomas Vortmüller auch mit der Art des Belags für Fahrbahn und Gehwege. Die Mitarbeiterin des Planungsbüros habe Vor- und Nachteile von Pflastersteinen und farbigem Asphalt anschaulich dargestellt. „Man kann sich den logischen Argumenten nicht verschließen“, urteilt Vortmüller. Das Planungsbüro gibt bekanntlich Pflastersteinen den Vorzug, die Anwesenden schlossen sich dieser Empfehlung an. Das gilt auch für die Entwässerung. Vorgesehen sind gepflasterte Rinnen.

Auch sei nach ausführlicher Information durch Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) über seine Gespräche mit der AG Offenthaler Vereine und anschließender Diskussion in der Runde mit den Bürgern ein Grundkonsens zur Gestaltung der Kirchgasse und zur Zukunft der alten Milchküche erzielt worden, bilanziert der SPD-Vorsitzende. Was die Milchküche betrifft, ist ein Abriss mehrheitsfähig. Auch weil kein Verein ernsthaftes Interesse an dem Objekt signalisiert hat. Dort könnte ein Platz entstehen, der als Ausstellungsfläche für den Weihnachtsmarkt und das Gemaafest dient.

Und schließlich, so Vortmüller, habe man ein konkretes Ergebnis zur Entschärfung des Einmündungsbereichs Weiherstraße/Dieburger Straße erreicht. Dort hatte die Stadt die Markierung der Linksabbiegerspur verlängert – allerdings ohne den erhofften Effekt. Immer noch komme es im Kreuzungsbereich zu gefährlichen Begegnungen zwischen Autos, hieß es vonseiten der Bürger. Die Lösung: Bau einer Mittelinsel auf der Dieburger – auch als Querungshilfe für Fußgänger – und kompletter Verzicht auf die Abbiegespur. Dann müssten die Autos sehr lange auf der rechten Fahrbahnseite bleiben, ehe sie in die Weiherstraße abbiegen können. Diese Variante fand breite Zustimmung.

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„Alles wäre perfekt“, meint Vortmüller, wenn es da nicht die Verzögerung bei den geplanten Umbauten der drei Ortseingänge gäbe. Damit sollte ursprünglich in diesem Monat begonnen werden. Wie berichtet, wird daraus nichts. „Das ist aus Sicht der SPD das generelle Problem bei Planungen, mit oder ohne Beteiligung von Bürgern, wenn die Umsetzungen sich dann verzögern“, kritisiert Vortmüller. Wenn die Vorgaben schon nicht eingehalten werden könnten, müsse die Stadt Änderungen bei der Planung und damit einhergehende Verzögerungen früher kommunizieren. In diesem Fall habe man leider erst auf Nachfrage davon erfahren.

Trotz aller Hindernisse und Verzögerungen habe aber gerade die jüngste Planungswerkstatt gezeigt, „wie kreativ und lebendig die Diskussion mit den Bürgern sein kann und wie wertschöpfend dies letztendlich für die Stadtplaner sein kann“, so Vortmüller. Deshalb ermutigt die SPD den Ersten Stadtrat Martin Burlon und sein Team ausdrücklich, diesen Weg der Bürgerbeteiligung weiterzugehen. (fm)

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