Sudeten- und Kurt-Schumacher-Ring

Parkplatznot in Dreieich löst Reaktionen aus - jetzt auf politischer Agenda

Zu viele Autos, zu wenig Parkplätze: In den Ringen haben es Anwohner oft schwer, einen Abstellplatz zu finden.
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Zu viele Autos, zu wenig Parkplätze: In den Ringen haben es Anwohner oft schwer, einen Abstellplatz zu finden.

Unsere Berichterstattung über die Parkplatznot in Sudeten- und Kurt-Schumacher-Ring hat diverse Reaktionen ausgelöst.

Dreieich - Die Stadt lässt wissen, dass „auf Wunsch der Bürger für die zugunsten des barrierefreien Umbaus der Bushaltestelle entfallenden Stellplätze insgesamt neun Ersatzstellplätze geschaffen werden“, um den Parkdruck zu lindern. Bis zu sechs Stellplätze im Bereich Sudetenring und Damaschkestraße seien durch den Umbau der Bushaltestelle verloren gegangen. Klingt unter dem Strich nach einem Plus von drei. Stadtsprecherein Claudia Scheibel erinnert daran, dass der barrierefreie Umbau eine Verpflichtung für Kommunen darstelle, der Wegfall einiger Parkplätze an eben dieser Stelle mithin nicht zu vermeiden sei. Anwohner Wolfgang Pohl, der sich bereits mit einem Leserbrief zu Wort gemeldet hatte, will das so nicht stehen lassen. „Durch die Bushaltestelle sind 15 Parkplätze weggefallen: zehn hinter der Haltestelle und fünf am Straßenrand. Hinzugekommen sind sieben plus zwei, also neun“, schreibt Pohl. Heißt: Im Vergleich zu vorher seien es sechs Plätze weniger.

Parkplatznot in Dreieich: Barrierefreier Umbau eine Verpflichtung für Kommunen

Auch aus der Politik kommt ein Lebenszeichen. Die Freien Wähler erinnern an einen Workshop mit Sprendlinger Bürgern, bei dem das Thema im Dezember 2019 im Fokus stand. An dem Abend seien zahlreiche Probleme identifiziert worden: Belegung zahlreicher öffentlicher Parkplätze durch Lkw und Kleintransporter, durch Schüler der angrenzenden Schulen im Haus des lebenslangen Lernens, Nutzung von Garagen als Lagerräume und eine unzureichende Parkplatzbereitstellung durch die Wohnungsgesellschaften. Anregungen der Anwohner für Verbesserungen hat die FWG in zwei Anträge gegossen, die aber aufgrund der Corona-Pandemie bislang nicht in den städtischen Gremien behandelt wurden. Denkbar ist, dass sie am 18. August beraten werden – dann tagt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie.

Erneuerung in Sudetenring und Kurt-Schumacher-Ring: Parkplätze in Dreieich

Von Bürgermeister Martin Burlon als Chef der Ordnungsbehörde will die FWG wissen, welche Kosten bei einer Erneuerung und Neuanlage der Markierung öffentlicher Parkplätze in Sudetenring und Kurt-Schumacher-Ring insbesondere bei den Längsparkplätzen entstehen. „Durch eine Kennzeichnung der Parkflächen mit konkret eingezeichneten Stellplätzen könnten die vorhandenen knappen Ressourcen effizienter genutzt werden.“

Zudem soll der Magistrat prüfen, ob die Auflagen des Bebauungsplans bezüglich der vorgeschriebenen Parkplatzanzahl durch die Baugesellschaften – 600 Garagen und Stellplätze – erfüllt wurden oder ob es bei der Umsetzung abweichende Vereinbarungen gab. Die FWG vermutet, dass die Zahl der tatsächlich hergestellten Plätze deutlich niedriger ist. Von Frank Mahn

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