Neue Produktion der Studiobühne

Reise ins Spaßmachertal

Das ist kein Stück mit erhobenen Zeigefinger. Der Spaß steht im Vordergrund. Regisseur Karl Hofmann Mit farbenfrohen Kostümen wartet die neue Produktion der Studiobühne auf. Die Komödie „Kiki Kichererbse wird Königin“entführt ins Spaßmachertal der lustigen Kobolde. Konkurrenz kommt von den Miesmuffeln. 
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Das ist kein Stück mit erhobenen Zeigefinger. Der Spaß steht im Vordergrund. Regisseur Karl Hofmann Mit farbenfrohen Kostümen wartet die neue Produktion der Studiobühne auf. Die Komödie „Kiki Kichererbse wird Königin“entführt ins Spaßmachertal der lustigen Kobolde. Konkurrenz kommt von den Miesmuffeln. 

Es wird bunt und turbulent – das versprechen schon die Bilder von den Proben der Studiobühne für die neue Produktion „Kiki Kichererbe wird Königin“ von Christina Stenger. 

Dreieich –  Nach intensiver Vorbereitung fiebern die Akteure der Premiere entgegen, die traditionell am dritten Advent und damit am Sonntag, 15. Dezember, um 15 Uhr in der Bürgerhalle in Eppertshausen über die Bühne geht.

Regisseur Karl Hofmann sieht dem Termin entspannt entgegen. Schon bei der technischen Probe vor einigen Wochen sei alles glatt gelaufen. „Natürlich war es anfangs etwas chaotisch, doch dann hat sich alles gut gefügt.“ Für ihn war das ein wenig überraschend, da die seit Mai laufenden Proben nicht ganz einfach gewesen sind. Weil Ensemblemitglieder oft krank waren, konnte nicht immer zusammen geprobt werden.

Hofmann verspricht eine turbulente Komödie mit viel Slapstick, bei der auch die jungen Zuschauer wieder mit einbezogen werden. Denn das ist ja eine Spezialität der Studiobühne, die es bereits seit 37 Jahren gibt.

Erzählt wird die Geschichte von Kiki, die als erstes Mädchen im Tal der lustigen Kobolde Königin der Spaßmacher werden möchte. Doch da wird ihr Konkurrent Schmollo von den Miesmuffeln entführt. Dabei handelt es sich um verhexte Kobolde, die das Lachen verlernt haben. Kiki Kichererbse und Louise Lachkrampf machen sich auf den Weg, um Schmollo zu befreien und die Kobolde zu erlösen. Doch bis dahin warten einige Abenteuer.

Natürlich geht es auch um die Botschaft, dass Mädchen dasselbe können wie Jungs, wenn nicht sogar besser. „Doch das ist kein Stück mit erhobenen Zeigefinger. Der Spaß steht im Vordergrund“, versichert Hofmann. Und den werden Mädchen und Jungen ab fünf Jahren sowie Eltern und Großeltern haben. Denn regelmäßige Besucher der Studiobühne wissen, dass der Funke sofort auf das Publikum überspringt. „Und das macht auch uns großen Spaß“, erzählt der Regisseur.

Allerdings wird es für ihn von Jahr zu Jahr schwerer, die Produktionen auf die Beine zu stellen. So fehlt es an Nachwuchs, vor allem am männlichen. „Männer scheinen einfach keine Zeit zu haben“, bedauert Hofmann. Alle Bemühungen, auch über Vhs-Kurse neue Mitglieder zu finden, haben nicht gefruchtet. So sind diesmal nur zwei Männer dabei, einer davon ist Hofmann. „Ich musste zudem zwei Rollen streichen“, gibt der Regisseur zu.

Beim Amateurtheater für Erwachsene sei es deutlicher einfacher, meint Hofmann. Sowohl die Theatergruppe des Geschichts- und Heimatvereins Dreieichenhain als auch das Theater im Hayn verfügten über genügend Akteure für ihre Produktionen. „Vielleicht liegt das daran, dass Kindertheater nicht so hoch geschätzt wird“, bedauert Hofmann. Oder vielleicht fürchten sich auch einige vor den Reaktionen der Kinder, die spontaner, direkter und begeisterungsfähiger sind. Doch darin liege auch der besondere Reiz, vor jungem Publikum aufzutreten. „So ein tolles Feedback gibt es nur von Kindern“, wirbt Hofmann, es doch mal bei der Studiobühne zu versuchen.

Das Heimspiel des Dreieicher Ensembles steht am Sonntag, 2. Februar, um 11 Uhr im Bürgerhaus an. Die weiteren Aufführungen sind am Samstag, 28. März, um 16 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Roden sowie am Sonntag, 29., um 16 Uhr und am Montag, 30. März, um 10 Uhr in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg. Weitere Termine sind möglich.

Das nächste Stück steht mit „Hexenlied“ bereits fest. „Dabei handelt es sich um ein schönes Märchen“, verspricht Hofmann. Zudem gibt es einen weiteren Vorteil: Für „Hexenlied“ werden nur vier Darsteller benötigt.

" studiobuehne-dreieich.de

VON HOLGER KLEMM

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