Corona-Verordnungen nicht umzusetzen

Keine Weihnachtsmärkte in Dreieich - Entscheidung mit weitreichenden Folgen

Der Weihnachtsmarkt auf der Dreieichenhainer Fahrgasse.
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Ein Bild aus der Vergangenheit: Auf der Dreieichenhainer Fahrgasse werden in diesem Jahr keine Buden stehen.

Keine Kerb, keine Festspiele, kein Burgfest – und jetzt die nächste Absage: In Dreieich wird es keine Weihnachtsmärkte geben. Das verkündete die Stadt jetzt.

Dreieich - Die Entscheidung ist ebenso trost- wie alternativlos in Zeiten der Pandemie. Die Weihnachtsmärkte in Dreieichenhain, Sprendlingen und Offenthal müssen notgedrungen pausieren. Der Beschluss ist nach einem Gespräch zwischen den veranstaltenden Vereinen, Bürgermeister Martin Burlon und Vertretern der Stadtverwaltung getroffen worden.

Das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende des Jahres sowie die organisatorischen Herausforderungen bei der Umsetzung der Coronaverordnungen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Mehraufwänden ließen eine Organisation der Weihnachtsmärkte nicht zu, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Insbesondere die Zugangskontrolle, die Erfassung der Kontaktdaten sowie die Einhaltung der umfangreichen Hygieneregelungen überstiegen mit Blick auf die jeweiligen Örtlichkeiten vor allem die organisatorischen und am Ende auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Gewerbevereine sowie der Anbieter auf den Märkten. Zudem biete der schwer vorhersehbare Pandemieverlauf keine Planungssicherheit, sondern berge das Risiko, dass aktuell startende Vorbereitungen im Dezember hinfällig sein könnten.

Armin Gerhardt (Gewerbeverein Dreieich), Arnold Holz (Kulturverein Dreieich), Peter Theuer (AKTIVes Dreieich) und Martin Burlon bedauern die Absage gleichermaßen: „Keine Weihnachtsmärkte in Dreieich – das ist für alle Beteiligten eine große Enttäuschung. Wir bitten die Bürger um Verständnis für diesen Schritt. Aber die Gesundheit aller geht vor. Und wenn die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen und Verordnungen nicht tragfähig umgesetzt werden können, dann ist eine derart schmerzliche Entscheidung leider unvermeidbar.“ (fm)

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