Dreieich schreibt Geschichte

Längste Fahrradstraße Hessens freigegeben

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Dreieich wird für Radfahrer noch ein Stück weit attraktiver. Das Banner an der Kreuzung Buchwaldstraße/Liebknechtstraße lässt daran keinen Zweifel aufkommen.

Dreieich - Radfahrer in Dreieich haben schon seit vergangenem Dezember Vorfahrt auf der mit vielen farbigen Symbolen gepflasterten Strecke zwischen dem Buchschlager Bahnhof und der August-Bebel-Straße. Nun ist auch der letzte Teilabschnitt bis zur Hauptstraße fertiggestellt. Mit drei Kilometern verläuft nun die längste Fahrradstraße Hessens durch Dreieich.

Erster Stadtrat Martin Burlon weiht die Strecke am Freitagvormittag mit Ordnungsamtsleiterin Karin Eisenhauer, ADFC-Vorsitzendem Bernd Kiefer, dem Radverkehrsbeauftragten Dieter Fröhlich, Karl Markloff, Ressortleiter Infrastruktur und Umwelt, und weiteren Mitgliedern des Runden Tischs Radverkehr mit einer kleinen Tour offiziell ein. „Die erste Fahrradstraße in Dreieich ist eine wichtige Achse für Radfahrer, um zügig und sicher den Buchschlager Bahnhof oder in umgekehrter Richtung die Sprendlinger Innenstadt zu erreichen“, ist Burlon froh, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Als eine „noch offene Baustelle“ der Strecke bezeichnet der Erste Stadtrat die Querung der August-Bebel-Straße. „Aber das gehen wir nächstes Jahr an, wenn die Straße ohnehin saniert wird. Dann soll auch dieser Kreuzungsbereich übersichtlicher gestaltet werden“, kündigt Burlon an.

Wie das Fahrrad einen Antrieb bekommt

Für den ADFC ist die Fahrradstraße ein großer Gewinn. Bernd Kiefer ist überzeugt, dass sie in Zukunft noch stärker frequentiert wird als ohnehin schon: „Je mehr Radfahrer auf der Strecke unterwegs sind, desto weniger Autos werden dort fahren“, ist Kiefer optimistisch, dass die Vorrangstellung der Radler für eine Verkehrsberuhigung sorgen wird. Er legt dennoch den Finger in die Wunde: „Eine Fahrradstraße alleine macht eine Stadt noch nicht fahrradfreundlich“, appelliert er an Verwaltung und Politik, die Entwicklung des Radverkehrs weiter positiv zu begleiten.

345.000 Euro hat der Umbau der drei Kilometer gekostet, 215.000 Euro hat das Bundesverkehrsministerium übernommen. (zcol)

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