Ricarda-Huch-Schule (RHS)

Nicht nur „Best of Barock“: Schule etabliert nach den Ferien neues musikalisches Angebot

Wir wollen mehr Musik in die Schule holen und die Kurse werden eine Bereicherung des kulturellen Lebens sein. Lehrerin Anna Sprenger In Videokonferenzen stimmen Anna Sprenger (links), Barbara Simon (rechts) und Regine Marie Wilke die letzten Feinheiten für das neue musikalische Angebot ab, das nach den Ferien anläuft.
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Wir wollen mehr Musik in die Schule holen und die Kurse werden eine Bereicherung des kulturellen Lebens sein. Lehrerin Anna Sprenger In Videokonferenzen stimmen Anna Sprenger (links), Barbara Simon (rechts) und Regine Marie Wilke die letzten Feinheiten für das neue musikalische Angebot ab, das nach den Ferien anläuft.

Die Ricarda-Huch-Schule (RHS) hat brandneue neue Pläne für das nächste Schuljahr: Bald werden die Schüler in Dreieich neue Musikkurse wähle können.

Dreieich – Das Schuljahr ist gerade zu Ende, die Schüler sind nach anstrengenden Monaten mit ihren Zeugnissen in die verdienten Sommerferien verabschiedet, da präsentiert die Ricarda-Huch-Schule (RHS) neue Pläne für das Schuljahr 2020/2021: Erstmals hatten die 141 neuen Fünftklässler, die Mitte August an dem Gymnasium ihre Schulkarriere Richtung Abitur starten, die Möglichkeit, sich in spezielle Musikkurse einzuwählen. Mit Percussion, Gesang und Streichinstrumenten (Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass) nutzt die Schule die Schwerpunkte und Vorlieben ihres Lehrerteams aus dem Fachbereich Musik. .

„Dieses Angebot ist eine Premiere für unsere Schule, aus diesem Grund war ich durchaus überrascht, wie hoch die Nachfrage war“, sagt Schulleiter Thorsten Lampert. Von den 141 angemeldeten Schülern haben sich 54 Kinder in die Kurse eingewählt. Das größte Interesse besteht an den Percussions, um diese Schüler wird sich Barbara Simon kümmern. 19 Anmeldungen gibt es für den Bereich Gesang, den Regine Marie Wilke übernimmt, und neun Schüler wollen ein Streichinstrument bei Anna Sprenger lernen. Voraussetzungen sind lediglich das Interesse und die Begeisterung an Musik, keines der Kinder muss ein Vorwissen haben, um in das Musikangebot einzusteigen.

„Eigentlich war angedacht, die Schüler aus den Musikkursen auf alle fünften Klassen zu verteilen, aber aufgrund der Corona-Pandemie werden wir die Schüler im nächsten Schuljahr möglichst in ihren Stammklassen unterrichten. So kommen die Percussionisten alle in eine Klasse und Streicher und Gesang bilden eine zweite Klasse“, kündigt Thorsten Lampert an. Das Lehrerinnen-Trio ist hoch motiviert und freut sich darauf, mit den Fünftklässlern für mehr kulturelle Vielfalt an dem Gymnasium zu sorgen. „Wir wollen mehr Musik in die Schule holen und die Kurse werden eine Bereicherung des kulturellen Lebens sein“, ist Anna Sprenger überzeugt.

Die Schüler werden im Musikunterricht spezifisch mit ihren Instrumenten oder im Gesang gefördert, zusätzlich gibt es Instrumenten- und Gesangsunterricht, auch in Kleingruppen. „Dafür kooperieren wir mit der Musikschule Dreieich und Lehrern von außerhalb. Das bereichert auch unseren musikalischen Hintergrund. Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit den Kollegen“, sagt Regine Marie Wilke, selbst ausgebildete Sängerin und Dirigentin. Für die Kinder sei das gemeinsame Musizieren ein Gewinn in vielerlei Hinsicht: „Es stärkt die Sozialkompetenz, das Gefüge innerhalb der Klasse und auch das Durchhaltevermögen, das die Kinder brauchen, um dran zu bleiben, zu üben und dann Erfolg zu haben, hilft im Leben weiter“, ist Anna Sprenger überzeugt. Im Mittelpunkt soll die klassische Ausbildung stehen, aber es gehe nicht darum, den Schülern nur „Best of Barock“ an die Hand zu geben. „Schüler öffnen sich für klassische Musik, wenn man sie ihnen mit pädagogischem Geschick nahebringt“, weiß Wilke, „aber natürlich werden wir auch Rock-, Pop- und Filmmusik einbringen.“

Für die Schulgemeinschaft geht es darum, die Musik an der RHS zu stärken und die Bedeutung des Fachs aufzuwerten. „Hoffentlich haben ganz viele Schüler nach den beiden Jahren in Klasse fünf und sechs Lust, danach weiterzumachen“, hofft Anna Sprenger auf die Nachhaltigkeit des neuen Angebots. Denn: In den vergangenen haben sich die RHS-Schüler mehr für Kunst und Darstellendes Spiel entschieden, lediglich zwischen acht und zwölf Schülern haben sich überhaupt noch in den Grundkurs Musik bis zum Abitur eingewählt.

„Natürlich sind wir auch nicht ganz uneigennützig – mit diesem Angebot wollen wir auch selbst für den Nachwuchs für die Orchester und Chöre sorgen, die es in der Mittelstufe gibt“, freut sich Schulleiter Lampert schon auf viele Konzerte in der Schule. (VON NICOLE JOST)

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