Suche nach Alternativen

CDU und SPD sehen keine Alternative für bisherigen Standort für neuen Nahversorger

Der Nahversorger ist für die Menschen in Dreieich-Offenthal wichtig. (Symbolbild)
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Der Nahversorger ist für die Menschen in Dreieich-Offenthal wichtig. (Symbolbild)

Die Nahversorgung in Dreieich-Offenthal soll erhalten bleiben. Ob es einen alternativen Standort gibt, ist fraglich.

Dreieich – Die Zukunft der Nahversorgung in Offenthal ist heiß diskutiert. Dabei wollen eigentlich alle nur eines: Dass sie erhalten bleibt und der Stadtteil nicht abgehängt wird, wenn Rewe eines Tages den Markt in der Borngartenstraße aufgibt. Deshalb läuft die Suche nach Alternativen in Sachen Nahversorgung seit Jahren. CDU und SPD haben, wie berichtet, einen gemeinschaftlichen Antrag zur Erschließung eines Baugebietes für einen Nahversorger am Ortsrand, nördlich der Straße Im Stadtgäßchen, erarbeitet. Nach dem jüngsten Vorstoß der Grünen – sie schlagen eine Kombi-Lösung aus Wohnen, Nahversorger und Handel am bisherigen Standort vor, lehnen die Randlage ab – melden sich wieder die Christ- und Sozialdemokraten zu Wort.

Beide Fraktionen hätten den Prozess zur Sicherung der Nahversorgung in Offenthal in den vergangenen Jahren stets konstruktiv begleitet, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. „Dabei galt und gilt die Prämisse, dass wir den Bestand des örtlichen Nahversorgers am innerörtlichen Standort grundsätzlich sichern wollten. Gleichwohl mussten wir zu Beginn dieses Jahres aufgrund von zahlreichen Rückmeldungen mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass unter den aktuell gegebenen Bedingungen der innerörtliche Standort aus vielfältigen Gründen keine Zukunft mehr hat“, erklären der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Hartmut Honka sowie der SPD-Vorsitzende Maik Zimmer.

Aufgrund der seit Jahren geführten Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und den Eigentümern des Bestandsgebäudes sowie den Äußerungen von Rewe habe die CDU-Stadtverordnetenfraktion eine Änderung ihres bereits 2019 eingebrachten Antrags beschlossen und zusammen mit der SPD eingebracht. „Im April 2019 haben wir mit unserem Antrag einen erneuten Aufschlag für die Erhaltung der Nahversorgung in Offenthal gemacht.“ Als möglichen Alternativstandort brachten die Fraktionen die Fläche zwischen der neuen Aral-Tankstelle und der Straße Im Stadtgäßchen ins Spiel.

Leider habe sich durch die Presseberichte die Frage eines möglichen Standortes in der Borngartenstraße wohl dauerhaft erledigt, betonen CDU und SPD und verweisen auf einen Artikel unserer Zeitung aus dem Februar: Darin hatte eine Rewe-Sprecherin erklärt, der Konzern habe kein Interesse daran, am Standort Offenthal zu expandieren und die leer werdenden 160 Quadratmeter der Sparkasse zur Erweiterung des Marktes zu nutzen.

„Daher haben wir zusammen mit der SPD ganz konkret die Änderung unseres Antrags in der Weise vorgeschlagen, dass die Stadt unmittelbar mit der Baurechtschaffung im Bereich zwischen der Aral-Tankstelle und der Straße Im Stadtgäßchen beginnt“, sagt Kai Wißner, CDU-Stadtverordneter aus Offenthal. „Da leider kein Betreiber Interesse an einem langfristigen Erhalt des Standorts Borngartenstraße gezeigt hat, müssen wir jetzt alle Voraussetzungen schaffen, um eine durchgehende Nahversorgung für Offenthal sicherzustellen“, so Zimmer. „Für uns ist und bleibt – auch im Gegensatz zu anderen politischen Akteuren in der Stadt – wichtig: Die Nahversorgung in Offenthal muss zu jeder Zeit sichergestellt bleiben“, betonen CDU und SPD.

Sitzung

Das Thema steht auf der Tagesordnung der heutigen Stadtverordnetensitzung. Sie beginnt um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum area3, Frankfurter Straße 155.

VON JULIA RADGEN

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