Neue Geschäftsstelle

SG Götzenhain erwirbt Immobilie der Sparkasse Langen-Seligenstadt

Die neue Geschäftsstelle der SG Götzenhain in den ehemaligen Räumlichkeiten der Sparkasse Langen-Seligenstadt
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Mit ihrer Geschäftsstelle zieht die SG Götzenhain in den nächsten Wochen in die ehemalige Filiale der Sparkasse Langen-Seligenstadt. Im Hintergrund ist die Halle des Vereins zu sehen.

Das gibt es nicht alle Tage: Die SG Götzenhain hat eine Immobilie von der Sparkasse Langen-Seligenstadt gekauft, um dort ihre Geschäftsstelle einzurichten. Die Sparkasse ist vor ein paar Monaten in das Gebäude der Volksbank Dreieich gezogen. 

Dreieich – Ein Verein kauft die Immobilie einer Bank. Das erlebt man auch nicht alle Tage. In Götzenhain ist genau das jetzt passiert. Die Sportgemeinschaft hat das Gebäude erworben, in der bis Anfang des vergangenen Jahres die Sparkasse Langen-Seligenstadt ihre Kunden versorgte. Sie hatte den Standort in der Dietzenbacher Straße 2 aufgegeben und war mit einem SB-Terminal in die nur einen Steinwurf entfernte Zweigstelle der Volksbank Dreieich gezogen.

Die einstige Sparkassen-Filiale wiederum liegt nur wenige Meter von der Vereinsturnhalle der SG Götzenhain entfernt. Geht man aus einem Gebäude raus, kann man zum anderen rüberschauen. Die räumliche Nähe führte zu der Idee, den Flachbau zu kaufen. Denn: Die SGG braucht dringend mehr Platz. Die Geschäftsstelle im ersten Stock der Turnhalle platzt aus allen Nähten. Zudem führt eine steile Treppe nach oben, das Büro ist beispielsweise für Rollstuhlfahrer gar nicht zu erreichen. „Es macht auch nicht viel her, wenn man dort Besucher empfängt“, meint Vorstandsmitglied Sven Engel.

Das ehemalige Bankgebäude ist nahezu barrierefrei, die eine Stufe vor dem Eingang ist abgeflacht, mithin kein Hindernis. Und es liegt nicht so versteckt. Der Standort ist prominent in der Ortsmitte, der Verein wechselt mit seiner Geschäftsstelle sozusagen aus dem Hinterhof in die erste Reihe. Das ist ganz im Sinne des Vorstands. „Wir müssen sichtbarer werden“, sagt Engel.

Im Sommer 2020 stellte der Vorstand den Mitgliedern seinen Plan vor und bekam grünes Licht für den Kauf. Der ist nun in trockenen Tüchern, die Verträge sind unterzeichnet. Die Immobilie hat eine Nutzfläche von etwa 90 Quadratmetern, das Grundstück ist gut 150 Quadratmeter groß. Der Kaufpreis beträgt 125 000 Euro, der allergrößte Teil wird über ein Darlehen finanziert.

Zwei Büroräume, Teeküche, Toilette, Empfangsraum, Tresorraum und ein Foyer – „die Mitarbeiter unserer Geschäftsstelle sind schon voller Vorfreude auf das neue Domizil“, so Engel. Eines der beiden Büros ist als Besprechungsraum zum Beispiel für Vorstandssitzungen vorgesehen. Der Umzug soll in den nächsten Wochen erfolgen. Von Vorteil ist dabei, dass der rund 1 200 Mitglieder zählende Mehrspartenverein das komplette Inventar mit übernommen hat, sich also in puncto Ausstattung um wenig kümmern muss.

Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist ein wesentlicher, aber nicht der einzige Aspekt, der den Ausschlag zum Erwerb gab. In der Dietzenbacher Straße kann sich die SGG viel besser nach außen präsentieren. Die große Glasfassade bietet vielfältige Möglichkeiten, für den Verein und seine Angebote zu werben. (Frank Mahn)

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