Demonstration

Für mehr Sicherheit in Dreieich: Eltern und Kinder gehen auf die Straße

Auf bunten Plakaten artikulierten die zahlreichen Teilnehmer ihre Sorgen.
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Kinder und Eltern marschierten am Dienstagabend für mehr Sicherheit an der Kreuzung Koberstädter Straße/Waldstraße/An der Trift.

Auf den bunten Plakaten steht: „Muss erst etwas Schlimmes passieren?“, „30er Zone – jetzt!“ oder „Nicht nur Ausreden – Kreisel bauen!“

Dreieich - Die Initiatorinnen des Protestmarschs für mehr Sicherheit an der Kreuzung Koberstädter Straße/Waldstraße/An der Trift, Vera Krenz und Ilka Moser, können es kaum glauben: Rund 120 Erwachsene und 50 Kinder sind am frühen Dienstagabend zu der Demonstration gekommen. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir so viele Mitstreiter haben und ganz und gar nicht alleine mit unseren Sorgen um die Sicherheit unserer Kinder stehen“, sagt Krenz mit Blick auf die Menge, die sich für den kleinen Marsch entlang der Koberstädter Straße aufstellt.

Zuvor haben Krenz und Moser über das Mikrofon ihre Forderungen an die Stadt Dreieich formuliert. Sie wünschen sich eine Lösung für die komplexe und unübersichtliche Kreuzung in Dreieichenhain, sie fordern Tempo 30 ab dem Ortseingang auf der Koberstädter Straße und Querungshilfen für die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren – und ernten viel Applaus.

Dreieicher Eltern und Kinder fordern mehr Sicherheit

Begleitet von Ordnungsamt und Polizei marschieren Eltern und Kinder dann auf dem Gehweg der um diese Zeit relativ stark befahrenen Koberstädter Straße Richtung Ortsausgang. Über die Ampel in Höhe des TVD-Parkplatzes geht es wieder runter bis zu den Bahnschienen und zurück zu dem markanten, alten Baum am Rande des Knotenpunktes. Karin Eisenhauer, Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung, ist zufrieden: „Das klappt ganz prima, alle tragen Mundschutz, halten Abstand und sind vorsichtig an der Straße“, sagt die Chefin der Ordnungspolizei, die die Autos zur Sicherheit der Demonstranten kurz anhält.

Eisenhauers Chef ist nicht zugegen. Vera Krenz erklärt: „Bürgermeister Martin Burlon hat heute leider keine Zeit, aber er lässt ausrichten, dass er dem Thema offen gegenüber steht und begrüßt auch, dass wir aus der Bürgerschaft das Thema aufgenommen haben. Jetzt müsse die Politik in die Diskussion gehen“, gibt die engagierte Dreieichenhainerin die Botschaft weiter, die sie am Tag vorher bei der Begehung der Kreuzung mit dem Rathauschef mitnehmen konnte. Ilka Moser und sie sind zuversichtlich. Die Initiative habe die Aufmerksamkeit erreicht, die sie brauche, um für mehr Sicherheit an der Kreuzung zu sorgen. Jetzt werde die politische Diskussion über Tempo 30, einen Kreisel und mehr Fußgängerüberwege hoffentlich aufgenommen.

In Jügesheim hat ein ähnliches Modell schon erste Erfolge erzielen können.

„Damit nicht alles umsonst war“: Dreieicherin will weiter für die Sicherheit kämpfen

Nach dem Kontakt mit der SPD (wir berichteten) haben die beiden Frauen in den nächsten Tagen Termine mit den anderen Fraktionen. „Wir müssen jetzt den nächsten Schritt gehen, damit nicht alles umsonst war“, betont Krenz, dass sie an dem Thema dran bleiben. (Von Nicole Jost)

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