Mehr Grün, weniger Gefahr

SPD macht Vorschläge zur Entschärfung von unübersichtlicher Kreuzung

Das ist eine der drei Varianten, mit der sich aus Sicht der SPD die Situation entschärfen ließe. 
skizze: spd
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Das ist eine der drei Varianten, mit der sich aus Sicht der SPD die Situation entschärfen ließe. skizze: spd

Vor Kurzem sind Eltern und Kinder für mehr Sicherheit am Knotenpunkt Waldstraße/An der Trift/Koberstädter Straße in Dreieichenhain auf die Straße gegangen. Eine Forderung der Demonstranten: ein Kreisverkehr.

Dreieich – Den Kreisverkehr favorisiert auch die SPD zur Entschärfung des unübersichtlichen Kreuzungsbereichs. Aber: „Aufgrund der hohen Kosten, Konflikten mit angrenzenden Grundstückszufahrten und geringer Akzeptanz bei den anderen Fraktionen erscheint uns diese Lösung kurzfristig nicht realisierbar“, so Fraktionsvorsitzender Holger Dechert. Die angrenzenden Straßen seien in naher Zukunft auch nicht für eine grundhafte Sanierung vorgesehen, über die sich die Kosten eines Kreisels leichter finanzieren ließen.

Doch die SPD hat sich noch einmal ausführlich mit der Thematik befasst. Herausgekommen ist ein Antrag zum Haushalt 2021. Demnach soll untersucht werden, mit welchen gestalterischen und verkehrstechnischen Änderungen die gefährliche Verkehrsführung entschärft, die Geschwindigkeit auf der Koberstädter Straße reduziert und eine sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger geschaffen werden kann. Denn die Schüler aus den Wohngebieten, die südlich des Kreuzungsbereichs liegen, müssten diesen ebenso passieren wie Menschen, die teilweise mit dem Rollator auf dem Weg zum Friedhof seien.

Die Anordnung von Tempo 30 auf der Koberstädter Straße, eine weitere Forderung bei der Demonstration, hält die SPD aufgrund bisheriger Erfahrungen mit dem Regierungspräsidium für rechtlich schwer durchsetzbar. Aber die Erfahrung zeige, dass der Einbau einer Querungshilfe das Tempo wirksamer reduziere als das Aufstellen von Schildern, meint Fraktionschef Dechert.

Möglich wäre nach Auffassung der SPD ein Rückbau der Kreuzung vor dem Haus An der Trift 1 mit einer Abkopplung der verlängerten Waldstraße zum Friedhof von der Koberstädter Straße, sodass die Straße An der Trift nur noch an die Koberstädter Straße angebunden wäre. „Dadurch könnten zusätzliche Grünflächen geschaffen werden. Die Geschwindigkeit auf der Koberstädter Straße könnte durch eine Querungshilfe reduziert werden, die auch die Verbindung der Wohngebiete zum südöstlich angrenzenden Naherholungsgebiet verbessert.“ Dazu hat die Fraktion ihrem Antrag eine Skizze mit drei Varianten als Gedankenanstoß hinzugefügt.

Die späteren Baukosten sollten bereits als Grundlage für die Planung auf 100 000 Euro begrenzt werden, schlägt die SPD vor. Und: Um kostengünstig eine möglichst kreative Lösung zu erhalten, könnte Professor Jürgen Follmann von der Hochschule Darmstadt mit seinen Studenten beauftragt werden, „mit dem wir schon zahlreiche gute Erfahrungen gemacht haben“.  fm

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