Spenden ermöglichen Pflegeheim-Ausflüge

„Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird“

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Die gute Laune ist nicht zu übersehen: Gertrud Kwarda (97), Elfriede Ehlers (87) und Helga Fladung (87) bei der Schifffahrt auf dem Main.

Es gibt Sätze, die prägen sich ein. „Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird“ ist so einer. Gesagt hat ihn Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt bei der Vorstellung des Dreieicher Weihnachtskalenders Anfang November.

Dreieich - Die Weisheit aus dem Buddhismus lässt sich hervorragend auf die vorweihnachtliche Spendenaktion „Wünsch Dir was!“ der Bürgerstiftung Dreieich und unserer Zeitung übertragen.

„Wir können nicht die Welt retten, aber wir können sie hier in unserer Stadt ein bisschen schöner machen“, sagt Heidi Soboll von der Bürgerstiftung, die gemeinsam mit dem Erfinder der Aktion „Wünsch Dir was!“, Peter Diederich, im Hintergrund die Fäden zieht. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre lag die Fortsetzung auf der Hand. Zum inzwischen vierten Mal wollen die Initiatoren Gutes tun. Das klappt freilich nur, wenn viele Bürger das Vorhaben unterstützen, ihre Herzen und ihre Portemonnaies öffnen. Dabei ist jede noch so kleine Spende willkommen. Auch in diesem Jahr steht die ältere Generation im Mittelpunkt, und zwar explizit die Bewohner der Pflegeheime Kursana Domizil und Haus Ulmenhof in Sprendlingen. Das Haus Dietrichsroth hat sich auf eigenen Wunsch ausgeklinkt.

Auch wenn die Mitarbeiter sich noch so viel Mühe geben – der Tagesablauf in einem Heim ist über weite Strecken von Routine bestimmt. Wie schön ist es da, mal rauszukommen, etwas zu unternehmen und andere Menschen zu treffen. Eine Auszeit vom Alltag, eben das leistet unsere Spendenaktion. Mit dem Erlös von 2018 – stolze 3 500 Euro – wurden ein Ausflug zum Flughafen, eine Schifffahrt auf dem Main und Vorführungen der Höchster Seniorentheatergruppe Silberdisteln in den Heimen finanziert. „Wir müssen natürlich mehrere Angebote machen, damit wir der unterschiedlichen Mobilität und Ausdauer der Bewohner gerecht werden“, sagt Soboll.

Sie managen die Ausflüge (von links): Stephanie Schrader (Kursana), „Wünsch-Dir-was!“-Ideengeber Peter Diederich und Daniela Wilke (Ulmenhof).

Dreieich: Ob ein Besuch in der Frankfurter Altstadt oder eine Schifffahrt - Wünsche gibt es genug

Wünsche gibt es genug. Weit oben auf der Liste stehen erneut eine Schifffahrt und ein Ausflug in die neue Frankfurter Altstadt. Viele Bewohner haben ihre Wurzeln in der Mainmetropole und sind neugierig, was sich dort alles verändert hat. Häufig genannt werden auch Schloss Wolfsgarten und der Zoo in Frankfurt.

Was die Veranstaltungen in den beiden Häusern betrifft, haben die Silberdisteln inzwischen eine große Fangemeinde. Tierbesuche, Wellnesstage und der Auftritt eines professionellen Chors sind weitere Anregungen aus dem Kreis der Bewohner.

Dreieich: „Freude schenken macht großen Spaß“

„Freude schenken macht großen Spaß“, sagt Peter Diederich. Er ist bei fast allen Ausflügen dabei und weiß, wie sehr die Senioren diese Tage genießen. Die Organisation ist zwar mit viel Arbeit verbunden, aber die ist vergessen, wenn Diederich in die glücklichen Gesichter schaut. Ohne logistische Unterstützung ginge es allerdings nicht. Hier sind in erster Linie die Volksbank und der SC Hessen Dreieich zu nennen.

Die Wünsche können freilich nur in die Tat umgesetzt werden, wenn sich viele Bürger und Leser unserer Zeitung für die Sache begeistern und sie mit Spenden unterstützen. Das Konto der Bürgerstiftung bei der Volksbank Dreieich hat die IBAN DE28 5059 2200 000 5059321; bitte den Hinweis „Wünsch Dir was!“ nicht vergessen. Jeder Spender bekommt eine Spendenquittung ausgestellt, deshalb: Adresse angeben.

Infos gibt es auf buergerstiftung-dreieich.de.

VON FRANK MAHN

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