Mobiler Klimaschutz

Städtische Mitarbeiter können mit Jobticket kostenlos RMV nutzen

Den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern, liegt in der Verantwortung von jedem Einzelnen. Theo Felber Klimaschutzmanager Thomas Neuwirth (Ressort Personaldienste) hält das Jobticket in den Händen. Foto: stadt
+
Den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern, liegt in der Verantwortung von jedem Einzelnen. Theo Felber Klimaschutzmanager Thomas Neuwirth (Ressort Personaldienste) hält das Jobticket in den Händen. 

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz noch mehr ins Visier zu nehmen. So hat die Verwaltung seit Anfang 2020 auf Ökostrom umgestellt. Das bedeutet, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, die keinen CO2-Ausstoß haben.

Dreieich – Gleichzeitig soll der Energiebedarf weiter gesenkt werden. Dazu nimmt die Stadt am Umweltmanagementprojekt Ökoprofit teil. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählt da der Austausch von alten Leuchtstoffröhren gegen energieeffiziente LED-Leuchtmittel. Bei Ökoprofit können alle Dreieicher Unternehmen, aber auch Vereine und Institutionen mitmachen. Die aktuelle Runde läuft noch bis Ende 2020. Über die kommende wird zum Beispiel über den Newsletter der Dreieicher Wirtschaftsförderung informiert oder online unter frankfurt.de unter dem Stichwort Klima und Energie.

Der Dreieicher Klimaschutzmanager Theo Felber sieht in Ökoprofit eine wichtige Initiative, da Hitzesommer, absterbende Baumbestände, Extremwetter und eine enorme Hitzebelastung immer mehr zur Normalität werden. Ursache des Klimawandels sei der extrem hohe Ausstoß an Treibhausgasen, allen voran CO2. „Den Ausstoß zu verringern, liegt in der Verantwortung von jedem Einzelnen“, so Felber. In Dreieich entsteht seinen Angaben nach etwa jeweils ein Drittel der Emissionen in den Bereichen Wirtschaft, Verkehr und Haushalte.

Neben dem Bezug von Ökostrom geht die Stadt seit Anfang Mai auch neue Wege im Bereich der Mobilität. Seit 1. Mai können alle städtischen Mitarbeiter mit einem Jobticket kostenlos mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten RMV-Gebiet fahren. „Zu den Arbeits- und Dienstwegen darf und sollen auch private Ziele mithilfe des ÖPNV erreicht werden“, so Bürgermeister Martin Burlon. Er erhofft sich dadurch einen Beitrag, das Auto auch in der Freizeit öfter mal stehen zu lassen. Die Stadt will damit einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Damit verbunden sind Mitnahmeregelungen: Werktags ab 19 Uhr sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen besteht die Möglichkeit, zusammen mit einer weiteren erwachsene Person sowie beliebig vielen Kinder unter 15 Jahren den ÖPNV zu nutzen. Das Jobticket erhalten alle Mitarbeiter, die nicht aushilfsweise, kurzfristig oder geringfügig bei der Stadt beschäftigt sind. Für die Beschäftigten entstehen keinerlei Kosten oder steuerliche Nachteile, da die Stadt die Möglichkeit der pauschalen Versteuerung nutzt. Auch die Werbungskosten (Entfernungspauschale) können dadurch weiterhin geltend gemacht werden. Burlon möchte damit einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Mitarbeiterbindung leisten, aber auch im Hinblick auf die Personalgewinnung die Stadt zukünftig als attraktiven Arbeitgeber im Wettstreit um Fachkräfte gut aufgestellt wissen.

Die Einführung des Jobtickets in der Stadtverwaltung ist ein wesentliches Element des betrieblichen Mobilitätskonzepts unter Beteiligung der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) im Rahmen eines Effizienz-Programms in Südhessen. Daran können auch Dreieicher Unternehmen kostenlos teilnehmen. Weitere Informationen dazu gibt es online.  hok

" suedhessen-effizient-mobil.de 

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare