Weichen für Zukunft gestellt

Susgo und SKG wollen enger zusammenarbeiten

+
Die Mitglieder haben das letzte Wort, aber (von links) Reinhard Arndt (Vorsitzender Susgo Offenthal), Bettina Schmidt (stellvertretende Vorsitzende SKG Sprendlingen), Norbert und Harald Haller (ehemaliger und stellvertretender Vorsitzender Susgo) und Moritz Hebert (Vorsitzender der SKG) freuen sich schon auf die noch engere Zusammenarbeit der beiden Vereine.

Dreieich - „Wir kennen uns gut, verstehen uns gut und haben die demografische Entwicklung erkannt. Es ist an der Zeit, den nächsten gemeinsamen Schritt zu wagen“, erklärt Norbert Halle, ehemaliger Vorsitzender der Sport- und Sänger Gemeinschaft Offenthal (Susgo).

Mit dieser Einleitung verkünden Halle und Moritz Hebert vom Vorstand der Sport- und Kulturgemeinschaft Sprendlingen (SKG) einen überraschenden, aber zukunftsweisenden Schritt für beide Traditionsvereine: Nach der gemeinsamen Entscheidung aus dem Jahr 2015, den Jugendfußball zusammenzulegen, wollen die kompletten Vereine nun mit all ihren Abteilungen enger kooperieren.

„Schon gemeinsam mit Lothar Langen habe ich oft über diesen Schritt gesprochen, und im Hinblick auf die Aufgaben, die auf uns zukommen, macht es Sinn, den Weg gemeinsam weiterzugehen und die Aufgaben eines Vereins auf eine breitere Basis zu verteilen“, erläutert Haller. Für beide Vereine hätte der Zusammenschluss Vorteile: Sie können die Ausbildung und Organisation von Übungsstunden und Übungsleiter professionalisieren. „Und wir planen, die Vorstandsarbeit zu bündeln, das Ehrenamt zu fördern und die Verwaltung zu vereinfachen“, erläutert SKG-Vorstandsmitglied Moritz Hebert.

Zunächst sollen sich beide Vereine zueinander öffnen und enger miteinander arbeiten. Ob ein gemeinsamer Dachverein oder eine Fusion das Ziel ist, müssen dann die Mitglieder entscheiden. „Es muss ganz deutlich werden, dass unsere Vorstände nichts im Alleingang entscheiden, letztlich liegt dieser Schritt in der Mitgliederversammlung“, betont Hebert.

Die SKG hat derzeit 2 200 Mitglieder, die Susgo 900. Für diese bedeutet die Entscheidung, dass alle Sportler, Sänger und Musiker künftig das Angebot des jeweils anderen Vereins unproblematisch mitbenutzen können. So stehen den insgesamt über 3000 Mitglieder rund 150 Übungs- und Trainingsstunden in beiden Vereinen zur Verfügung. Viele Angebote überschneiden sich, so bieten beide Vereine viele Gymnastikkurse und Kinderturngruppen. Die SKG ist mit 22 Abteilungen um einiges größer, dafür verfügt die Susgo über Chor und Kinderchor, von dem die Sprendlinger künftig profitieren können.

Hessen Dreieich II gewinnt bei Susgo Offenthal

Beide Vereine wollen sich so besser für die Herausforderungen der Zukunft wappnen. Die Belastungen der ehrenamtlichen Vorstände werden größer und fordern mehr Zeit. Es gelte nicht nur, die Mitglieder zu verwalten, ein moderner Vorstand muss noch die sozialen Medien bedienen und braucht leistungsfähige EDV-Strukturen. Zu den Aufgaben gehören neben Gesundheits- und Freizeitsport die Förderung der Leistungssportler, die Unterstützung bei der Kinderbetreuung in Kooperation mit den Schulen und die Integration zugewanderter Familien. „Langfristig träumen wir von einem hauptamtlichen Geschäftsführer der Vereine“, verrät Hebert.

Bald gibt es schon Gelegenheit, die Zusammenarbeit zu proben. Beim großen Stadtfest am 3. Oktober werden Susgo und SKG mit einem gemeinsamen Stand vertreten sein. Im März 2018 stehen die Jahreshauptversammlungen in beiden Vereinen an, bei denen die Zusammenarbeit bewertet und weitere Schritte mit den Mitgliedern besprochen werden. „Wir wissen, dass eine mögliche Fusion ein Prozess sein muss, das ist nichts, was man diesen beiden Traditionsvereinen überstülpen kann – aber wir sind guter Dinge, dass wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen können“, sagt Norbert Haller abschließend. (zcol)

Bilder: Sparkassen-Cup in Offenthal

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare