Von der Vielfalt der Familien

Teilnehmer des 1822-Schulförderpreises überzeugen die Jury

Beim 1822-Schulförderpreis war das Thema „Familie“. Die Jury war von den Einreichungen überzeugt.

Dreieich – Die öffentliche Verleihung des 1822-Schulförderpreises musste in Zeiten von Corona ausfallen. Umso intensiver hat sich die Jury mit den eingereichten Arbeiten beschäftigt. Das Thema lautete „Familie“ und wurde in den vier beteiligten Dreieicher Schulen in vielen Varianten umgesetzt.

Die Jury, bestehend aus Stadträtin Renate Borgwald, Angelika Fischer (Schulamt Offenbach), Brigitte Orband (Geschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse) und Rüdiger Kohl (Leiter der Dreieicher Filiale), hatte keine leichte Aufgabe, unter den Projekten das Preisgeld von bis zu 2 500 Euro zu verteilen. Maßgeblich für die Bewertung waren die Integration des Themas in den Unterricht, die aktive Beteiligung der Schüler und die Kontinuität der Arbeit. Am Ende wurden alle teilnehmenden Schulen ausgezeichnet. Die Jury war sich einig, dass diese mit ihren Projekten in beeindruckender Weise unter Beweis gestellt haben, wie vielseitig das Thema „Familie“ sein kann.

Die Kinder der Karl-Nahrgang-Schule in Götzenhain haben sich im Rahmen des Kunstunterrichts auf unterschiedliche Weise an das Thema herangewagt. Sie stellten sich die Fragen: Wer gehört zu mir? Wen brauche ich in meinem Leben? Was gibt es noch für Familienkonstellationen? Sie haben analog eines Wörterbuchs ihre eigene Definition von Familie erarbeitet und ein Wandbild gestaltet mit für sie wichtigen Begriffen dazu. Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse honorierte diese engagierte Leistung mit 350 Euro.

Bereits im Vorfeld haben sich die Schüler der Schillerschule in Sprendlingen mit Familien auf unterschiedlichste Art und Weise auseinandergesetzt. Während der Projekttage wurden dann Zimmer für ein Hochhaus gebastelt, Stammbäume erstellt, Bilderboxen gebaut, Scrabble entworfen, Bücher dazu gelesen, Tierfamilien betrachtet, Namensschilder aus Ton erstellt und eine Fahrt zur Familieninsel gemacht. Für diese tolle Leistung erhielten die Preisträger ebenfalls 350 Euro.

Die Heinrich-Heine-Schule in Sprendlingen setzte sich im Kunstunterricht mit dem Thema sehr vielschichtig auseinander. Von der fünften bis zur neunten Klasse der Europaschule haben alle mitgemacht. Es ging um verrückte, aber schöne, über die CO2 freie bis hin zu unharmonischen Familien. Es wurde gemalt, gezeichnet, mit Draht gearbeitet und mit Ton modelliert. Es entstanden wieder sehr schöne Arbeiten, freute sich die Jury. Dafür erhielt der Kunstfachbereich den zweiten Platz und 450 Euro als Anerkennung.

Die Wingertschule aus Offenthal hat das Motto des Wettbewerbs wieder als Grundgedanke für alle Aktionen des gesamten Schuljahrs gewählt und auf viele Bereiche ausgeweitet – angefangen bei der Aufzucht von Küken bis hin zu Lapbooks und einigen sportlichen Übungen. „Die Wingertschulfamilie ist immer füreinander da“: Diesen Grundgedanken haben die Mädchen und Jungen wunderbar dokumentiert und glaubhaft gelebt. Für dieses Engagement gab es von der Jury den ersten Platz und 500 Euro. hok

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