Für den Fall der Fälle vorbereitet

DLB ist mit 600 Tonnen Streusalz für Eis und Schnee gerüstet: Einsatz zu Jahresbeginn

Früher gab es strenge Winter, in denen das Streusalz knapp wurde und die Städte landauf, landab verzweifelt auf Nachlieferungen warten mussten. Diese Zeiten sind scheinbar vorbei. (Symbolbild)
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Früher gab es strenge Winter, in denen das Streusalz knapp wurde und die Städte landauf, landab verzweifelt auf Nachlieferungen warten mussten. Diese Zeiten sind scheinbar vorbei. (Symbolbild)

Für Schnee und Glatteis sieht sich der Dienstleistungsbetrieb (DLB) für Dreieich und Neu-Isenburg gut gerüstet.

Dreieich/Neu-Isenburg – Früher gab es strenge Winter, in denen das Streusalz knapp wurde und die Städte landauf, landab verzweifelt auf Nachlieferungen warten mussten. Diese Zeiten sind scheinbar vorbei. Die Winter der vergangenen Jahre waren allesamt mild, von einzelnen Tagen mit Schnee und Glatteis einmal abgesehen. Und für diese Eventualitäten sieht sich der Dienstleistungsbetrieb für Dreieich und Neu-Isenburg gut gerüstet. Tatsächlich hat es auch schon einen Einsatz im neuen Jahr gegeben.

Am Donnerstag, 2. Januar, waren ab halb fünf morgens acht Fahrzeuge im Einsatz, um in Dreieich und Neu-Isenburg gegen Glätte vorzugehen und wichtige Straßen freizubekommen. Diese Situationen sind für den DLB allerdings schwer einzuschätzen, da es beispielsweise auf der Ortsumfahrung um Offenthal spiegelglatt sein kann, im Stadtgebiet von Sprendlingen dagegen gar nicht. Streckenkontrollen helfen da bei der Einschätzung. „Prinzipiell sind wir auf den Winterdienst aber gut vorbereitet“, versichert Harald Schäfer vom DLB.

„Wenn Schneefall oder Glätte zu erwarten sind, sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“, so Petra Klink, Vorstand des DLB.

Bereits Anfang November stand die Einweisung von insgesamt 60 Mitarbeitern an, die für beide Städte im Winterdienst einsatzbereit sind. Täglich sind jeweils 15 pro Stadt in Rufbereitschaft. Zum Streuen stehen sechs Groß- und acht Kleinfahrzeuge sowie vier Handkolonnen bereit, um Straßen und Wege von Schnee und Eis zu befreien. Alle im Einsatz befindlichen Fahrzeuge erhielten einen umfassenden Check. Eine Winterdienstpflicht bestehe innerorts bei gefährlichen und verkehrswichtigen Stellen im Stadtgebiet. „In vielen Fällen leisten wir über das gesetzlich vorgeschriebene Maß Winterdienst. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können“, betont Klink. Der Einsatz konzentriere sich dann gemäß der gesetzlichen Vorgaben auf Straßen und Bereiche mit der höchsten Priorität. Dazu zählen Rettungs- und Hauptverkehrswege, Steigungen sowie Brücken oder Kreuzungen.

Über 600 Tonnen Streusalz sind für beide Städte in Silos eingelagert, um Engpässe zu vermeiden. Neben der DLB-Zentrale in der Offenbacher Straße 174 in Neu-Isenburg gibt es einen Winterdienststandort in der Rostadt in Sprendlingen. Für den Fall der Fälle stehen weitere 100 Tonnen Streusalz in einem Zentrallager in Wiesbaden zur Verfügung.

Der DLB weist darauf hin, dass Grundstückseigentümer tagsüber verpflichtet sind, bei Schnee und Glätte ihre Gehwege zu räumen und zu streuen. Zudem appelliert das Versorgungsunternehmen an das Verantwortungsgefühl der Autofahrer, um Unfallgefahren zu verringern. Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer möglichst nur geräumte und gestreute Straßen nutzen. Auch muss ein schnelles Durchkommen des Winterdienstes möglich sein. Falschparker erschweren da häufig die Arbeit und kosten wertvolle Zeit. Klink: „Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten, kann die Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.“  

hok

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