Abriss von ehemaliger Milchküche

Endlich! Startschuss für Umbau der Offenthaler Ortsmitte

Verschwindet von der Bildfläche: Die ehemalige Milchküche in der Kirchgasse wird in diesen Tagen abgerissen.
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Verschwindet von der Bildfläche: Die ehemalige Milchküche in der Kirchgasse wird in diesen Tagen abgerissen.

Die Arbeiten zur Umgestaltung der alten Offenthaler Ortsmitte sind angelaufen. Eine Firma hat damit begonnen, die alte Milchküche abzureißen. Deshalb bleibt die Kirchgasse bis voraussichtlich 21. März für den Verkehr gesperrt.

Dreieich - Jahrelang wurde in Planungswerkstätten unter Beteiligung von Bürgern diskutiert, wurden Ideen für den Stadtteil geboren und verworfen – nun werden tatsächlich Nägel mit Köpfen gemacht. Von der einstmals ins Auge gefassten großen Lösung für die Ortsdurchfahrt mussten sich die Offenthaler vor dem Hintergrund der städtischen Finanzsituation allerdings verabschieden. Die abgespeckte Variante legt den Fokus auf den Bereich um die Kirche. Insgesamt steht dafür ein Budget von 1,17 Millionen Euro zur Verfügung.

In unmittelbarer Nähe zum Gotteshaus hat zu Wochenbeginn ein vom Magistrat beauftragtes Unternehmen die Baustelle eingerichtet, um die ehemalige Milchküche einzustampfen. Die dadurch frei werdende Fläche kann für kleinere Veranstaltungen und zur Erweiterung von Weihnachtsmarkt und Gemaafest dienen. In einem ersten Schritt haben Arbeiter das aus den fünfziger Jahren stammende marode Gebäude entkernt. Der nächste Schritt ist ungleich aufwendiger, denn im Eternitdach ist Asbest enthalten. Die Platten müssen deshalb unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen demontiert und als Sondermüll entsorgt werden. Nachbarn brauchen sich also nicht wundern, wenn Männer in weißen Schutzanzügen und -masken auf dem Gelände zugange sind.

Den ganzen Abbruchprozess begleitet ein Ingenieurbüro, das vorab Proben entnommen und ein Schadstoffkonzept erstellt hat, wie Harald Piazzi vom städtischen Fachbereich Gebäudemanagement erläutert. 35 000 Euro sind im Haushalt für den Abriss inklusive der Kosten für das Büro einkalkuliert.

Noch im März soll dann ein Unternehmen aus Mainz mit der Erneuerung mehrerer Straßenabschnitte loslegen. Der Fahrplan sieht als erstes die grundhafte Sanierung und Aufwertung der Kreuzung von Mainzer Straße, Borngartenstraße und Rückertsweg vor. Die Fußgängerampel ist nach dem Umbau sowohl für seh- als auch für mobilitätsbehinderte Menschen barrierefrei nutzbar. Zudem bekommt die Borngartenstraße bis zum Fritzenwiesengraben einen neuen Belag. Die Arbeiten sollen im Mai abgeschlossen sein.

Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt im Kreuzungsbereich Mainzer Straße/Bahnhofstraße/ Dieburger Straße/Kirchgasse erstrecken sich nach Angaben aus dem Rathaus voraussichtlich von Juni bis September. Augenfälligste Veränderungen: Kirchgasse und ein etwa 70 Meter langes Stück der ehemaligen Bundesstraße werden bodengleich gepflastert. Hier wurde ordentlich abgeknapst: Das Pflaster sollte ursprünglich auf einer Länge von 285 Metern verlegt werden. Und: In der Dieburger Straße entsteht kurz vor der Einmündung in die Weiherstraße eine barrierefreie Querungshilfe für Fußgänger.

Für beide Bauabschnitte gilt: Der Durchgangsverkehr muss draußen bleiben. Im Oktober sei noch mit „geringen“ Behinderungen zu rechnen, lässt die Stadtverwaltung wissen und kündigt „maximal halbseitige“ Sperrungen der alten Ortsdurchfahrt an.

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