Kritik an Vergabe von Gutachten

AfD hat „unstillbare Gier“ erkannt

Dreieich - Nach der Linken äußert sich auch die AfD zum Gutachten über die Auslastung der städtischen Sportanlagen. Der Dreieicher Ableger der Alternative für Deutschland ist künftig mit drei Stadtverordneten im Parlament vertreten.

Am Beispiel der vom Magistrat in Auftrag gegebenen Untersuchung lasse sich die „ganze Misere verkrusteter Kommunalpolitik wunderbar ablesen“, meint Fraktionsvorsitzender Maximilian Müger. Er hat „überall“ eine „unstillbare Gier“ nach externen Gutachten auf Kosten der Steuerzahler ausgemacht. Vom Zustand der Plätze hätte man sich durch Inaugenscheinnahme leicht selbst ein Bild machen können, glaubt Müger. „Schlimm wird es dann aber erst, wenn man vor Beauftragung des Gutachtens den Sinn und Zweck völlig aus dem Auge verliert. Wenn es überhaupt notwendig gewesen ist, ein externes Gutachten in Auftrag zu geben, so hätte einzig die Prüfung darüber Sinn gemacht, wie man die Sportplatznutzungsgebühr durch Kostenreduzierung wieder abschaffen kann, ohne jedoch dabei die wichtigen Tätigkeiten der Vereine von der Stärkung der Gemeinschaft bis hin zur sozialen Integration wesentlich zu erschweren.“ Das Büro habe wichtige Parameter nicht erkannt oder zumindest nicht in seine Empfehlung einfließen lassen.

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Den Vorschlag der Fußballvereine aus Offenthal und Sprendlingen findet die AfD gut. „Selbstverständlich macht es mehr Sinn, nicht mehr zeitgemäße und verletzungsintensive Hartplätze aufzugeben, die zudem in der Herbst-/Wintersaison auch nur eingeschränkt nutzbar sind. Auch eine Umwandlung eines pflegeintensiven Rasenplatzes in Kunstrasen ist ein sinnvoller Vorschlag, der eigentlich von den Gutachtern hätte erwartet werden dürfen“, äußert Müger. Die AfD werde sich, „sofern von Bürgerseite nicht überraschend ein komplett anderes Votum gewünscht wird, nicht nur für die Umsetzung des Vereinsvorschlags einsetzen, sondern auch ein Auge darauf haben, ob die sich daraus ergebende Kostenreduzierung nicht dazu führen kann, dass die für eine eigentlich reiche Stadt beschämende Sportplatznutzungsgebühr nicht teilweise oder am besten komplett künftig entfallen kann“.

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