Sportplatz-Pflege aus einer Hand

Magistrat will Unterhaltung an DLB übertragen - Fachbereich wird aufgelöst

Dreieich: Unterhaltung an DLB übertragen - Fachbereich wird aufgelöst
+
„Wir haben uns über die Jahre einen sehr guten Maschinenpark aufgebaut. DLB-Chefin Petra Klink Mit den Spezialgeräten aus dem DLB-Fuhrpark sollen in Kürze auch vier Dreieicher Sportanlagen gepflegt werden. Dazu zählt die Kunstrasen-Kehrmaschine (vorne), die Flächen von Laub und Dreck befreit und in einem Arbeitsgang das Granulat wieder ausspuckt. Das Gerät wissen DLB-Platzwart Thomas Adamski und seine Kollegen zu schätzen. 

Seit Neu-Isenburg und Dreieich vor fünf Jahren den gemeinsamen Dienstleistungsbetrieb gegründet haben, kümmert sich der DLB um die Bewirtschaftung der Sportanlagen in der Hugenottenstadt. 

Dreieich – Nun wollen die beiden Kommunen noch einen Schritt weitergehen und die Zusammenarbeit vertiefen. Zum 1. Januar will der Dreieicher Magistrat Unterhaltung, Betreuung und Pflege von vier Sportanlagen auf den DLB übertragen. Bislang ist das Sache der Stadt.

Dabei geht es nach den Worten von Bürgermeister Martin Burlon nicht vorrangig um weitere Einsparungen. Auf diesem Feld habe die Stadt in Kooperation mit den Fußballvereinen in den vergangenen Jahren unter „großen Anstrengungen“ ihre Hausaufgaben gemacht. Stichwort Synergien: Der Rathauschef ist überzeugt, dass der DLB durch sein Know-how und die Optimierung von Arbeitsprozessen für eine Qualitätssteigerung sorgen wird. „Wir haben uns über die Jahre einen sehr guten Maschinenpark aufgebaut“, sagt DLB-Chefin Petra Klink. Der größere Personal-Pool erleichtere beispielsweise Vertretungsregelungen.

Bislang unterhält die Stadt die Anlagen Maybachstraße in Sprendlingen, Breite Haagwegschneise in Dreieichenhain, Rheinstraße in Götzenhain und Am Sportplatz in Offenthal in eigener Regie. Die Plätze, auf denen der FC Offenthal, der SV Dreieichenhain und der FV 06 Sprendlingen zuhause sind, hat die Stadt an die jeweiligen Vereine zum symbolischen Preis von einem Euro verpachtet. Sie bekommen zwar jährlich Zuschüsse aus dem Rathaus, aber unterm Strich fährt die Stadt mit diesem Modell deutlich günstiger.

Die Stadt bleibe Eigentümerin der verbleibenden vier Anlagen und werde dort auch in Zukunft im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten investieren, sagt Burlon. Belegungsplanung oder das Sperren von Plätzen bei schlechtem Wetter behält sich die Stadt weiterhin vor.

Die Übertragung der Unterhaltungsaufgaben an den Dienstleistungsbetrieb ist Teil eins einer größeren organisatorischen Veränderung im Rathaus, die Ende 2020 abgeschlossen sein soll und von der Burlon sich „schnellere Prozesse“ verspricht. Der Fachbereich Gebäudemanagement wird aufgelöst. Davon betroffen sind knapp 20 Mitarbeiter, darunter auch welche auf 450-Euro-Basis. Über einen Personalüberleitungsvertrag werden sie auf andere Bereiche verteilt, einige gehen in Rente. „Kein Mitarbeiter hat Nachteile durch den Wechsel“, versichert Andreas Feldmann, Leiter des Fachbereichs Verwaltungssteuerung & Service. Sie werden künftig beim DLB, bei der DreieichBau AöR und in Feldmanns Fachbereich beschäftigt sein.

Mit der Vorlage der Stadtregierung beschäftigt sich der Sozialausschuss nächste Woche. Auch in Neu-Isenburg muss der Plan noch durch die politischen Gremien.

Für Anfang nächsten Jahres plant die Stadt eine Informationsveranstaltung für die Vorstände der Dreieicher Sportvereine, um ihnen die Veränderungen, die zukünftigen Ansprechpartner beim DLB und der Stadtverwaltung vorzustellen.

VON FRANK MAHN

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare