Förderung von 21 sozialen Projekten

Verkauf des Dreieicher Weihnachtskalenders ist angelaufen

Die Künstlerinnen durften bei der Präsentation natürlich nicht fehlen. Willi Hartmann (Fünfter von rechts) sprach den Senioren ein dickes Lob aus. Stolz auf das Ergebnis ist auch Uhu-Vorsitzender Lothar Pape (rechts). Foto: strohfeldt
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Die Künstlerinnen durften bei der Präsentation natürlich nicht fehlen. Willi Hartmann (Fünfter von rechts) sprach den Senioren ein dickes Lob aus. Stolz auf das Ergebnis ist auch Uhu-Vorsitzender Lothar Pape (rechts). Foto:

Der Dreieicher Weihnachtskalender hat einen Generationswechsel vollzogen. Zumindest einmalig. Erstmals in der Geschichte der Benefizaktion wurden die Motive hinter den 24 Türchen nicht von Kindern entworfen, sondern von Senioren.

Dreieich – Der Dreieicher Weihnachtskalender hat einen Generationswechsel vollzogen. Zumindest einmalig. Erstmals in der Geschichte der Benefizaktion wurden die Motive hinter den 24 Türchen nicht von Kindern entworfen, sondern von Senioren. Zwölf Mitglieder der Solidargemeinschaft Die Uhus haben fleißig gemalt und gebastelt. Das sehenswerte Ergebnis ist am Freitagabend im Saal der Erasmus-Alberus-Gemeinde vorgestellt worden. Mit der von den Wolfredos (Wolfgang Deißler, Akkordeon und Alfred Liederbach, Gitarre) musikalisch begleiteten Präsentation einher geht der Verkaufsstart.

Als der Weihnachtskalender-Verein auf ihn zukam, sei er durchaus überrascht gewesen, sagt Uhu-Vorsitzender Lothar Pape. Doch man habe Gefallen an der Idee gefunden und sich auf die Suche nach Mitgliedern gemacht, die ein kreatives Händchen haben. Das ist dem Verein gelungen. Nicht nur das Kalender-Titelbild der Uhu-Familie von Stephanie Hickl ist ein Hingucker. Entstanden sind viele kleine Meisterwerke.

„Wir haben mit den Uhus mal etwas Neues ausprobiert. Das Ergebnis ist sehr professionell geworden. Wir sind froh, dass wir der Idee gefolgt sind“, spricht der Vorsitzende des Weihnachtskalender-Vereins, Willi Hartmann, den Senioren ein dickes Lob aus.

Wer einen Kalender (Auflage: 3 000 Stück) zum Preis von zehn Euro erwirbt, kann sich natürlich nicht nur an den Motiven erfreuen. Mit ein bisschen Glück springt einer der insgesamt 192 Preise heraus. Schließlich, und das ist der Hauptzweck der Aktion, tun die Käufer anderen etwas Gutes. Sie unterstützen nämlich soziale Projekte, dieses Mal 21 an der Zahl. Sie wurden aus 31 Anträgen ausgewählt, die Vereine, Schulen, Kirchengemeinden oder andere Institutionen gestellt hatten. Die ausgeschüttete Summe liegt auch bei der 18. Auflage bei zirka 45 000 Euro. Das Geld wird zu zwei Dritteln durch den Verkauf generiert, das restliche Drittel steuern Paten bei, die gezielt ein Projekt fördern. Insgesamt hat der Weihnachtskalender-Verein bislang die sensationelle Summe von 850 000 Euro erwirtschaftet.

„Die Idee des Weihnachtskalenders lebt. Er ist eine Konstante in unserer Stadt“, stellt Bürgermeister Martin Burlon fest. Der Rathauschef ist erstmals Schirmherr der Aktion und nicht mit leeren Händen gekommen. Er zückt aber nicht nur einen Umschlag mit einer Spende der Stadt. Fußball-Fan Burlon überreicht Willi Hartmann ein DFB-Trikot mit den Unterschriften der U 21-Nationalspieler. Das Team trainierte unlängst im Sportpark des SC Hessen und auf dem Gelände des TVD. Für die Gastfreundschaft bedankten sich die Kicker mit dem Trikot, das nun versteigert werden soll.

Mit heiteren Gedichten neigt sich der offizielle Teil dem Ende zu. Irene Rehwald rezitiert Gewitztes unter anderem von Busch, Krüss und Stoltze. Dem Titelbild ihrer Uhu-Kollegin Stephanie Hickl hat die frühere Leiterin der Hainer Stadtbücherei gar ein eigenes Gedicht gewidmet.

Von Frank Mahn

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