Stadt schließt öffentliche Einrichtungen

Maßnahmen gegen Coronavirus in Dreieich: Massive Einschränkungen

Das Coronavirus zwingt auch Dreieich zur Einschränkung von Angeboten und Schließung von Einrichtungen (Symbolbild).
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Das Coronavirus zwingt auch Dreieich zur Einschränkung von Angeboten und Schließung von Einrichtungen (Symbolbild).

Wegen des Coronavirus bleiben das Hallenbad, die Bücherei und weitere Einrichtungen in Dreieich geschlossen.

Dreieich – Jetzt kommt es knüppeldick: Das Coronavirus zwingt auch die Stadt zur Einschränkung von Angeboten sowie zur Schließung von öffentlichen Einrichtungen. Ziel ist dabei, weitere potenzielle Übertragungen des Virus zu vermeiden und somit einen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung der Erkrankung zu leisten.

Der Pandemiestab der Stadt hat nach einer Telefonkonferenz des Landrats mit allen Bürgermeistern des Kreises am Donnerstagnachmittag entschieden, dass die städtischen Büchereien sowie das Hallenbad ab Montag bis mindestens 10. April geschlossen bleiben. Das Juz in der Benzstraße, das BIK-Haus, das Haus Falltorweg sowie das Stadtteilzentrum stellen den offenen Betrieb mit ihren Angeboten ebenfalls mindestens bis dahin ein. Da folgt der Pandemiestab einer Verständigung der Bürgermeister auch ohne Verfügung des Kreises.

Coronavirus: Veranstaltungen in Dreieich abgesagt

Zudem wird die Stadt auf eigene Veranstaltungen zunächst ebenfalls verzichten. So fällt die Veranstaltung zum Programm Ökoprofit für Unternehmen am Dienstag aus.

Im Bürgerhaus werden zunächst folgende Veranstaltung abgesagt: Neben dem gestrigen Kammerpop-Konzert „Wie ein rollender Stein“ betrifft das die heutige Aufführung der „Berliner Stadtmusikanten“ sowie das Objekttheater „Elektrische Schatten“ am Dienstag, 17. März, im Rahmen des Festivals „Starke Stücke“.

Zudem werden die städtischen Seniorenclubs sowie die Clubs im Rahmen der Behindertenarbeit mindestens bis 10. April nicht zusammenkommen, da die Teilnehmer zu den besonderen Risikogruppen gehören. Auch eine Freizeit der Behindertenarbeit wird abgesagt.

Coronavirus: Städtischen Einrichtungen bleiben teils offen

Weitere städtische Einrichtungen wie das Bürgerhaus mit seinen Clubräumen, der Bürgertreff sowie das Rathaus sind grundsätzlich weiter geöffnet. Das betrifft auch die Hans-Meudt-Halle wie die Turnhallen des Kreises. Geschlossene Vereinstreffen und Trainingsstunden könnten stattfinden. Das gilt auch fürs Haus Falltorweg und das Stadtteilzentrum.

Die Stadt bittet jedoch alle Vereinsvertreter, zu prüfen, ob Veranstaltungen derzeit zwingend stattfinden müssen. Das betrifft sowohl solche in städtischen Häusern wie auch in vereinseigenen Räumlichkeiten. Erste Vereine haben bereits reagiert und lassen ihre Angebote ausfallen (siehe Meldung rechts).

Beim Bürgerbüro sind ab Montag Vorsprachen nur noch nach Terminvergabe möglich, um ein Zusammentreffen vieler Menschen im Wartebereich zu vermeiden. Dazu ist ab Montagfrüh die Rufnummer 06103 601-118/119 geschaltet. Von nicht notwendigen Behördengängen soll abgesehen werden. Anliegen können auch schriftlich oder telefonisch erörtert und geklärt werden.

Dreieich: Coronavirus trifft Busverkehr

Änderungen gibt es ebenfalls im Busverkehr. So ist bei allen Bussen zum Ein- und Aussteigen nur der hintere Türenbereich zu nutzen. Fahrscheine sind vor Fahrtantritt zu lösen, im Ausnahmefall auch erst am Umsteigepunkt mit Fahrkartenautomat wie am S-Bahnhof Buchschlag, ein Fahrscheinverkauf im Bus findet momentan nicht statt. Der Bereich des Fahrers wird um eine sogenannte fahrgastfreie Schutzzone erweitert. Die Maßnahme gilt zunächst bis Freitag, 3. April.

„Es sind erste einschneidende Maßnahmen, die wir nun gemeinsam im Landkreis Offenbach treffen müssen“, so Bürgermeister Martin Burlon, „aber sie müssen jetzt sein, um eine weitere Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen, auch wenn es vielleicht manchen übereilt vorkommen mag. Sind erst einmal weitere Menschen beispielsweise wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung infiziert, ist es zu spät. Deshalb müssen die Maßnahmen jetzt getroffen werden.“ Burlon bitte alle Bürger, das eigene Verhalten kritisch zu reflektieren.

Der Pandemiestab der Stadt wird regelmäßig tagen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen treffen.

Weitere Infos finden sich auf der Website, wo sich auch Links zum Kreis und zum Robert-Koch-Institut finden. Zudem steht die bundesweite Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117 sowie die Hotline des Sozialministeriums unter 0800 5554666 zur Verfügung.  

hok

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