In der Warteschleife

Zukunft der Nahversorgung in Offenthal ist weiterhin ungewiss

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Nicht mehr zeitgemäß: Der Rewe-Markt in der Borngartenstraße ist in die Jahre gekommen, zu klein und vom Sortiment her arg limitiert. Preisfrage: Wie soll die Zukunft der Nahversorgung in Offenthal aussehen? 

Das Thema Nahversorgung treibt viele Offenthaler um. Auch die Politik beschäftigt sich seit Jahren immer wieder mit der Standortfrage. So recht vorwärts will es allerdings nicht gehen.

Dreieich – Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie ist ein Antrag der CDU-Fraktion in diesem Jahr mehrfach in die nächste Sitzungsrunde geschoben worden, und mit ihm zuletzt ein Änderungsantrag der SPD. Grund: Die Politik will das Ergebnis eines Gesprächs der Stadtverwaltung mit dem neuen Bereichsleiter von Rewe abwarten.

Beiden Anträgen ist gemeinsam, dass der Magistrat bei den Offenthalern in Erfahrung bringen soll, wo sie lieber einkaufen würden: am aktuellen Standort in der Ortsmitte oder in einem neuen Markt auf der grünen Wiese zwischen Tankstelle und Autohaus. Der CDU schwebt vor, bei der Befragung auf soziale Medien und Postkarten zu setzen, während die SPD eine Bürgerversammlung favorisiert.

Dreieich: Rewe in der Borngartenstraße ist in die Jahre gekommen

Der Rewe in der Borngartenstraße in Dreieich ist in die Jahre gekommen, zu klein für heutige Ansprüche und vom Sortiment her arg limitiert. Der Plan eines Investors und der Stadt, den Markt abzureißen und einen neuen, deutlich größeren in der Ortsmitte zu bauen, war vor gut fünf Jahren fehlgeschlagen. Immer mal wieder machen Gerüchte von einer Schließung die Runde im Stadtteil, weil der Markt nicht rentabel sei. Bislang allerdings hält Rewe dem Standort die Treue.

Von der Redaktion nach einer Strategie für Offenthal befragt, lässt sich der Konzern nicht in die Karten schauen. Lapidar beschied die Pressestelle in Rosbach gestern, dass man sich noch in Gesprächen mit der Stadt befinde und deshalb keine Angaben machen könne.

Nahversorgung in Dreieich: Bürgermeister Martin Burlon hat keine handfesten Informationen

Mit handfesten Informationen kann auch Bürgermeister Martin Burlon (parteilos) nicht dienen. Er verweist auf einen Termin mit Rewe Anfang November. Bei einem ersten Kennenlerngespräch vor ein paar Monaten habe er allerdings den Eindruck gewonnen, dass das Unternehmen ein „hohes Interesse daran hat, dauerhaft am Standort Offenthal präsent zu bleiben“.

Auf das Areal zwischen Autohaus und Tankstelle am westlichen Ortsrand, das im Regionalen Flächennutzungsplan für eine gewerbliche Entwicklung vorgesehen ist, haben mehrere Interessenten ein Auge geworfen. So hat der Lebensmittel-Discounter Norma ganz konkret seine Fühler ausgestreckt. Es gebe aber auch Kontakt zu anderen Nahversorgern, so Burlon.

VON FRANK MAHN UND NICOLE JOST

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