RMV reagiert auf die Kritik zum neuen Fahrplan

Dreieichbahn: Direktverbindungen künftig im Fokus

Dreieich - Bei der Dreieichbahn stehen mit dem neuen Fahrplan die Direktverbindungen nach Frankfurt im Mittelpunkt. Das geht es aus einer Stellungnahme des RMV zur Kritik an den künftig langen Umsteigezeiten in Buchschlag hervor. Die Stadtverordneten arbeiten dazu an einer Resolution. Von Holger Klemm 

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Die Dreieichbahn wird künftig einmal die Stunde direkt zum Frankfurter Hauptbahnhof fahren. „Das war der große Wunsch der Fahrgäste, die dann nicht mehr umsteigen müssen“, versichert Petra Eckweiler für en RMV. Das habe aber zur Folge, dass wegen des Betriebsablaufs auf der einspurigen Strecke die Umsteigezeiten in Buchschlag auf die S-Bahn sich tatsächlich auf 18 Minuten verlängern. Das gehe nicht anders, meint Eckweiler. Betroffen seien Richtung Frankfurt zehn von 17 Zügen, aus Frankfurt vier Verbindungen. Ausgeräumt seien mittlerweile die Irritationen um den Sonntagsfahrplan. Da war erst von Umsteigezeiten von bis zu 33 Minuten die Rede. „Doch das war nie geplant“, so Eckweiler. Die Bahn habe sich bei der Ankunft um eine Minute verrechnet, was eine Umsteigezeit von drei Minuten zur Folge gehabt hätte. Das System gebe aber bei drei Minuten an, dass die Verbindung nicht mehr erreicht wird. Doch das sei mittlerweile korrigiert worden. Die Umsteigezeit betrage sonntags – wie bisher – vier Minuten. „Für den Hinweis sind wir dankbar“, meint die RMV-Sprecherin.

Zur Kritik am Wegfall des Halbstundentakts vormittags betont sie, dass nur die drei am wenigsten genutzten Verbindungen zwischen neun und zwölf Uhr gestrichen worden seien. „Wir haben darauf geachtet, dass Schüler nicht betroffen sind“, berichtet Eckweiler. Der neue Fahrplan wird bereits Mitte Juli in Kraft treten, wegen der Sperrung des S-Bahn-Tunnels in den Sommerferien aber so richtig erst ab September zum Tragen kommen. Eckweiler kündigt an, dass der RMV genau beobachten werde, wie das Konzept ankommt. Dann könnte es – wenn auch nicht sofort – zu Änderungen kommen. Die letzte Fahrgasterhebung im Gesamtbereich des RMV sei im vergangenen Jahr vorgenommen worden. Die Zahlen liegen noch nicht vor, werden ihren Angaben nach aber veröffentlicht.

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„Das war so nicht kommuniziert worden“, erklärte Erster Stadtrat Martin Burlon im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie zu den Umsteigezeiten. Dort war – wie berichtet – über den Dringlichkeitsantrag der Grünen diskutiert worden, um den RMV noch zu Veränderungen bewegen. Der Verkehrsverbund habe die Verschlechterung in Buchschlag bei der Ankündigung der Direktverbindungen nicht mitgeteilt, so Burlon. Erst beim Runden Tisch zum Nahverkehr im Dezember im Dreieicher Rathaus sei dies bekannt geworden und habe für eine Überraschung gesorgt.

Er empfahl den Stadtverordneten, bei einer Resolution den Fokus auf diesen Aspekt zu legen. Die Grünen hatten – wie berichtet – unter anderem auch den Wegfall des Halbstundentakts und Verschlechterungen für die Schüler angeführt. Bis zur Sitzung am 16. Februar soll der Text überarbeitet werden.

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