Neuer virtueller Raum zur Fußreflexzonen-Therapie

Dreieicher Heilpraktiker erweitert Naturheilkunde-Museum

Füße tragen uns durch die Welt, und sie spielen in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle: Klaus und Petra Thon haben im Online-Museum einen neuen Raum zum Thema Fußreflexzonen-Therapie geschaffen. 
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Füße tragen uns durch die Welt, und sie spielen in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle: Klaus und Petra Thon haben im Online-Museum einen neuen Raum zum Thema Fußreflexzonen-Therapie geschaffen. 

Das Deutsche Naturheilkunde-Museum hat inzwischen schon etliche virtuelle Räume, durch die die Besucher wandeln können. Klaus Thon, Heilpraktiker in Dreieich, hat das Online-Museum im Jahr 2013 initiiert und seitdem wachsen die Seiten im Internet kontinuierlich.

Zeitstrahlen zeigen wichtige Errungenschaften der Naturheilkunde. So lernen die Besucher, dass 1789 „Leibesübungen“ zum Schulfach wurden oder 1793 das erste Seebad in Heiligendamm eröffnete. In der Hall of Fame sind die Lebensverdienste bedeutender Naturheilkundler erläutert, beispielsweise von Dr. Franz Xaver Mayr (1875-1965), dem Erfinder der Mayr-Kur („Der Mensch lebt nicht von dem, was er isst, sondern von dem, was er verdaut“), oder Pastor Emanuel Felke (1856-1926), dem Erfinder der Lehmtherapie. Auch die Augendiagnostik und die Kneipptherapie haben bereits eigene Museumsräume.

Gerade ist ein weiteres Projekt in Vorbereitung: Ende Januar geht ein neuer Raum online. Im Mittelpunkt steht die Fußreflexzonen-Therapie. Klaus Thon hat dazu eng mit Hanne Marquardt zusammengearbeitet, einer Naturheilkundlerin aus dem Schwarzwald, inzwischen 85 Jahre alt: „Sie hat die Fußreflexzonen-Therapie in die Welt getragen“, erläutert Thon. Er selbst habe in den 70er Jahren Seminare bei Marquardt besucht. Die ausgebildete Krankenschwester hat weit über Europa hinaus über ihre Kenntnisse publiziert und gelehrt, dass bestimmte Zonen der Füße Organbezüge haben.

Der neue Museumsraum soll zum einen das Leben von Hanne Marquardt beleuchten, ihre Reichweite mit Ausbildungsinstituten in der ganzen Welt auf einer Landkarte dokumentieren und die Möglichkeiten der Diagnose und der Therapie der Fußreflexzonen aufzeigen. „Das wird sehr abwechslungsreich. Wir haben nicht nur viele historische Buchtitel, zum Teil auch Werke in japanischer Sprache oder theoretische Abhandlungen, Hanne Marquardt war auch selbst inhaltlich beteiligt und es wird ein Video mit ihr geben“, kündigt Klaus Thon an. Bis heute sei diese Therapieart fest in der Naturheilkunde verankert und es gebe viele tausend Therapeuten in Deutschland, die die Fußreflexzonen-Therapie anwenden. „Es wird auf diesem Fachgebiet noch immer geforscht und es gibt viele Fortbildungen zum Thema“, weiß der Dreieicher Heilpraktiker.

Die Naturheilkunde liege stark im Trend, so Thon. Viele Menschen seien daran interessiert, nicht sofort mit Medikamenten gegen gesundheitliche Beschwerden vorzugehen, sondern auf eigene Heilungskräfte zu setzen und dem Körper mit naturheilkundlichen Therapien auf natürliche Weise die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. „Die Naturheilkunde, so wie wir sie verstehen, ist nie eine Ansage gegen die Schulmedizin, sondern vielmehr ein Miteinander von Naturheilkunde und Schulmedizin.“

Um künftig zu wissen, wie viele Besucher sich im Deutschen Naturheilkunde-Museum tummeln, wird Ende des Monats eine Software auf der Seite aufgespielt, die die Klickzahlen zählt. „Es werden sonst keinerlei Daten aufgenommen, es ist ein rein interner Service für uns“, verspricht der Museums-Initiator die Wahrung des Datenschutzes. Da die Plattform ein rein spendenbasiertes Projekt ist, bittet der Verein um Unterstützung, um das Museum weiter ausbauen zu können: Sparkasse Langen-Seligenstadt, IBAN DE 64 5065 2124 0039 1238 23.

Infos im Internet

deutsches-naturheilkunde-museum.de

Von Nicole Jost

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