Dreieicher Noelle Demirci und Maximilian Schulz über ihr Fest in Spanien

Gemütlich und schön: Europabummler feiern Weihnachten im Van

Das Dreieicher Paar hat es sich in seinem Sprinter gemütlich gemacht – derzeit in der Nähe von Valencia.
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Das Dreieicher Paar hat es sich in seinem Sprinter gemütlich gemacht – derzeit in der Nähe von Valencia.

„Uns geht es super, wir stehen hier in Spanien am Strand und wir haben sehr entspannt Weihnachten gefeiert“, sagt die Dreieicherin Noelle Demirci am zweiten Weihnachtsfeiertag gut gelaunt am anderen Ende der Leitung. Gemeinsam mit ihrem Freund Maximilian Schulz ist sie jetzt seit dem 1. September mit ihrem selbst umgebauten Sprinter unterwegs durch Europa.

Dreieich - Zum ersten Mal verbrachte das Dreieicher Paar das Weihnachtsfest weit weg von zu Hause und ohne Eltern. „Aber unsere Mütter haben uns auf einen Campingplatz zwei Pakete geschickt, mit Adventskalendern und Plätzchen, damit wir auch in weihnachtliche Stimmung kommen“, berichtet Noelle Demirci. Die Kalender, zusammen mit diversen Lichterketten im Wohn-Bus dekoriert, brachten schon die passende Stimmung. „Obwohl es bis vor ein paar Tagen hier noch 22 Grad warm war, da ist es manchmal schon ein bisschen eigenartig, an Weihnachten zu denken“, gibt die Europa-Bummlerin zu. Ein kleiner Weihnachtsstern und ein paar Tannenzapfen an der Front ihres Fahrzeugs taten dann das Übrige.

Heiligabend selbst haben sie in einer Ferienwohnung in Valencia verbracht. „Es ist praktischer, weil wir aufgrund der Feiertage und den dann geschlossenen Geschäften so viel Essen einkaufen mussten. Da ist im Sprinter einfach zu wenig Platz. Es war auch bequem, weil wir in der Wohnung eine immer verfügbare heiße Dusche hatten. Aber wir waren froh, als wir wieder in unser Auto und in unsere eigenen Betten zurückgekehrt sind“, sagt Noelle Demirci, dass das Auto längst Heimat geworden ist.

Statt Gans oder Fondue gab es zum Festessen Sushi: „Das essen wir beide sehr gerne, gönnen es uns aber selten, weil es so teuer ist“, berichtet Maximilian Schulz, „das ist vielleicht nicht ganz so traditionell, aber es war ein gemütlicher, schöner Abend.“ Apropos teuer – mit ihrem geplanten Budget kommen die beiden Abenteurer bislang sehr gut aus: „Wir haben einen Puffer, falls mal etwas mit dem Auto ist und sonst ist das Leben auf der Straße günstiger als gedacht“, ist Maximilian Schulz sehr zufrieden.

So sieht der umgebaute Sprinter der beiden aus

Wie schränkt die Corona-Pandemie das reiselustige Paar ein? „In Italien war es zuletzt schwierig, weil immer mehr Gebiete zur roten Zone erklärt wurden und es dann Beschränkungen gab. Hier in Spanien ist es aber gerade kaum spürbar, außer dass wir beim Einkaufen Masken tragen“, erzählt Noelle Demirci. Restaurants und Läden seien geöffnet und an den schönsten Strand-Stellplätzen sind etliche andere Touristen in Campern unterwegs. Viele Spanier, aber auch Deutsche, Niederländer und Engländer, mit denen das junge Paar immer wieder ins Gespräch kommt und sich austauscht. „Am Nikolaustag standen wir wieder direkt am Strand und hatten unsere sandigen Schuhe vor dem Bus gelassen. Am nächsten Morgen steckten Schoko-Nikoläuse von den Nachbarn darin, das war eine sehr schöne Überraschung“, freut sich Noelle Demirci über solch freundliche Begegnungen.

Ihr Reiseplan sieht als Nächstes den Süden von Spanien vor. Noch ist in Andalusien wegen Corona die Einreise nicht möglich, aber die Zahlen seien deutlich heruntergegangen und die Beschränkung soll Anfang des Jahres aufgehoben werden. Dann steht für die beiden Portugal auf der Wunschliste, durch Frankreich zurück und wenn dann noch Zeit bleibt über Deutschland noch mal in den Norden nach Skandinavien. Wer Noelle Demirci und Maximilian Schulz auf ihrer Reise begleiten will, kann ihnen auf Instagram unter der Namen advanture_abroad folgen.

Von Nicole Jost

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