Umgestaltung von Kita-Freiflächen geht schleppend voran

Dreieicher Kinder müssen sich gedulden

Hier laufen die Arbeiten laut Stadt auf Hochtouren: Die Umgestaltung des Außengeländes an der Kita Schulstraße in Sprendlingen soll Ende nächsten Monats abgeschlossen sein.
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Hier laufen die Arbeiten laut Stadt auf Hochtouren: Die Umgestaltung des Außengeländes an der Kita Schulstraße in Sprendlingen soll Ende nächsten Monats abgeschlossen sein.

Bei der Neugestaltung von Kita-Freiflächen in Dreieich geht es nur schleppend voran. Nun hat die Stadt erklärt, woran es hakt und wann mit einem Ende der Arbeiten zu rechnen ist. Eine Rolle hat dabei die Pandemie gespielt.

Dreieich – Die gute Nachricht: Auf dem Gelände der Kindertagesstätte Winkelsmühle in Dreieichenhain wird tatsächlich gearbeitet. Die schlechte: Ursprünglich sollten sich die Mädchen und Jungen schon längst auf neuen Spielgeräten austoben können. Natürlich spielt Corona eine Rolle, aber damit allein ist die Verzögerung nicht zu erklären. Denn: Bereits im November 2019 hatten sich Eltern über den schlechten Zustand des Areals beschwert. Und: Im April 2020 hatte die Stadt auf Anfrage erklärt, die Planung sei abgeschlossen.

Vor zwei Wochen legte die CDU den Finger in die Wunde. Sie kritisierte das mangelhafte Tempo bei der Herstellung der Außenanlagen der Kita Winkelsmühle und der Kita Am Wilhelmshof in Sprendlingen. Die Fraktion erinnerte an eine Anfrage im September, wann mit der Fertigstellung in den Einrichtungen, die beide um einen Anbau erweitert wurden, zu rechnen sei. Für Dreieichenhain stellte der Magistrat Ende 2020 in Aussicht, für Sprendlingen das Ende der Wintermonate. Beides klappte nicht, am Wilhelmshof haben die Arbeiten noch nicht mal begonnen. In dieser Woche hat die Stadt eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie für vier Kitas den Stand der Dinge skizziert.

.  Kita Winkelsmühle: Hier sei der Auftrag im Herbst 2020 erteilt worden. „Die Lieferfrist für die ausgeschriebenen Spielgeräte betrug jedoch 20 Wochen“, heißt es. Deshalb sei mit den Arbeiten erst Anfang des Jahres begonnen worden, „um mit einer einmaligen Baustelleneinrichtung den Kostenrahmen einhalten zu können“. Der große Spielbereich soll ab 26. März fertig sein, bis Ende Mai würden noch Restarbeiten umgesetzt. Gesamtkosten: rund 285 000 Euro.

.  Kita Am Wilhelmshof: Das Außengelände soll komplett neugestaltet werden, „da durch den Erweiterungsbau eine kleinere, jedoch insgesamt den Anforderungen genügende Fläche zur Verfügung steht“, teilt die Stadt mit. Bei der Planung und Konzeption wurden das pädagogische Team der Kita sowie die Elternschaft mit einbezogen. Die Ausschreibung konnte wegen „kurzfristig weiterer Abstimmungen“ nicht mehr im letzten Jahr fertiggestellt werden, soll nun aber zeitnah veröffentlicht werden. Dann folgen Vergabe- und Genehmigungsverfahren. „Ein Baubeginn Ende Mai wird angestrebt, sodass eine Fertigstellung Mitte September möglich wäre.“ Das Budget für die Umgestaltung beträgt 295 000 Euro.

.  Kita Gravenbruchstraße: Dort sind die Arbeiten laut Mitteilung im Dezember soweit wie möglich abgeschlossen worden – bis auf den Bereich rund um den neuen Verbindungsgang zwischen Alt- und Neubau. Der Gang sei nun fertig, sodass die restlichen Arbeiten bis Ende März beendet werden sollen. Hier wendet die Stadt 130 000 Euro auf.

.   Kita Schulstraße: „Die Wiederherstellung des Außengeländes läuft auf Hochtouren“, heißt es. Die Arbeiten seien Anfang Februar angelaufen, bis Ende April ist der Abschluss vorgesehen. Investitionsvolumen: etwa 190 000 Euro. Die dynamische Entwicklung der Pandemie habe auch die Kitas fest im Griff. Die Umstellung des Betreuungskonzepts auf feste Verbände zur besseren Nachverfolgung von Infektionsketten, zunehmende Verdachts- und Infektionsfälle und vor allem die Kontaktbeschränkungen beeinträchtigten den Arbeitsalltag, schildert Pressesprecherin Claudia Scheibel. So seien persönliche Treffen oder Begehungen in den Einrichtungen nur eingeschränkt möglich. Das erschwere auch die aktive Begleitung von Bauprojekten. „Wir investieren kontinuierlich in Ausbau und Erhalt der Kitas“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. Aber: „Die Pandemie beeinflusst auch die Rahmenbedingungen für dieses wichtige Zukunftsthema.“

Von Frank Mahn

Ziemlich trostlos sieht es an der Kita Am Wilhelmshof aus. Vielleicht beginnen die Arbeiten im Mai.

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