180 Tonnen mehr als 2016 gesammelt

Bioabfälle: Potenzial noch nicht ausgereizt

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Symbolbild

Dreieich - Die Sammelmenge ist weiter gewachsen, aber der Dienstleistungsbetrieb (DLB) sieht beim Bioabfall noch Luft nach oben. Im Vergleich zu Neu-Isenburg liegen die Dreieicher jedoch klar vorn.

Viele mögen sie nicht, halten sie für unhygienisch. Die Zahlen sprechen indes dafür, dass die Akzeptanz für die Biotonne seit ihrer Einführung 2015 langsam steigt. Für 2016 wies die Statistik des DLB 2 455 Tonnen gesammelte Bioabfälle aus. Im vergangenen Jahr landeten knapp 180 Tonnen mehr in den Behältern mit den braunen Deckeln. Zum Vergleich: In Neu-Isenburg sind es 2017 fast 1000 Tonnen weniger. Der große Unterschied, so mutmaßt man beim DLB, liegt vermutlich an den ländlicheren Strukturen und großen Gärten etwa in Götzenhain und Offenthal. Die Einwohnerzahl allein kann’s nicht sein, Dreieich hat etwa 5000 mehr als der Nachbar.

Aus Rückmeldungen von Bürgern folgert DLB-Vorstand Petra Klink, dass die Biotonne immer mehr Anhänger findet. Das Bewusstsein dafür, Abfälle zu trennen, werde schärfer, urteilt Klink. Dreieich liege mit einer Sammelmenge Biomüll von zirka 64 Kilogramm je Einwohner im Jahr (Neu-Isenburg: 43 Kilogramm/Einwohner) im guten Durchschnitt des Kreises Offenbach. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagt Klink. „Wir sehen weiterhin Potenzial, die Bioabfallmenge in Dreieich zu steigern. Langfristig kann so eine deutliche Reduzierung des Restmülls erreicht werden“, ist die DLB-Chefin überzeugt.

Effektiv Müll vermeiden: So geht's

Wäre in Deutschland nur Winter, würde den Skeptikern der Nährboden entzogen. Denn gerade die Hitze im Sommer führt zu Fäulnis- und Vergärungsprozessen in der Tonne, die üble Gerüche und Madenbefall auslösen können. Um diese unerfreulichen Begleiterscheinungen zu reduzieren, empfiehlt der DLB, die Tonne möglichst in den Schatten zu stellen. Weiterhin sollte der Deckel der Tonne stets geschlossen und sauber bleiben, um die Ansiedlung von Insekten zu verhindern. Und noch ein Tipp: Für das Einpacken der Nahrungs- und Küchenabfälle bieten sich Papiertüten oder Zeitungspapier an. Damit sollte auch der Boden der Tonne bedeckt werden. Das Papier nimmt Feuchtigkeit auf und reduziert Fäulnisprozesse. Biokunststoffbeutel hingegen dürfen im gesamten Kreis nicht verwendet werden. (fm)

Weitere Infos: www.dlb-aoer.de

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